Sandstrahlen mit Quarzsand – Wie gefährlich ist das Sandstrahlen mit dem günstigen Strahlmittel wirklich?
Sandstrahlen mit Quarzsand - Grundsätzliches rund um das umstrittene Strahlmittel
Ob im industriellen oder privaten Einsatz, das sogenannte Druckluftstrahlen mit Quarzsand galt über viele Jahre hinweg als die weltweit meist genutzte Form des Sandstrahlens im industriellen, professionellen wie auch dem privaten Bereich. Grund hierfür waren die wirtschaftlichen wie auch arbeitstechnischen Vorteile, die Quarzsand als Strahlgut in Verbindung mit einem professionellen Sandstrahlgerät zu entfalten wusste, und wissen diese Vorteile auch heute noch in vielen Ländern zu überzeugen.Zu den markantesten Vorteilen des Sandstrahlens mit Quarzsand zählen:
- Die sehr günstigen Materialkosten für das benötigte Strahlmittel Quarzsand.
- Die guten bis sehr guten Arbeitsergebnisse (bereits ab dem ersten Arbeitsschritt)
- Die Nutzbarkeit in Verbindung mit unterschiedlichsten Materialien (Stein, Metall, Blech und vieles mehr)
Zu den klassischen Einsatzgebieten des Quarzsandes als Strahlmittel für das Sandstrahlen zählten und zählen mitunter:
- Die Reinigung von Maschinen, Motoren, Anlagen, Maschinenteile etc.
- Zur Entrostung aller metallenen Oberflächen und Anlagen.
- Zur vorbereitenden Aufrauhung von Bodenflächen unterschiedlichster Art.
- Zur Reinigung von Mauerwerken, Fassaden, Gebäudefronten etc.
- Zur Entrostung und allgemeinen Reinigung von Strahlkonstruktionen.
- Zur optischen Bearbeitung von Textilien (Stichwort abgetragener Look)
Gesundheitsrisiko Quarzsand - Darum ist das Strahlgut Quarzsand bedenklich!
Während der vergangenen runden zwanzig Jahre wurde im Zuge der stetig steigenden Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz erkannt, dass Quarzsand aufgrund seiner charakteristischen Eigenschaften als höchst gesundheitsgefährdend angesehen werden muss, und wurde das Strahlmittel Quarzsand aus eben diesem Grund mitunter in Deutschland für den Einsatz als Strahlmittel im professionellen wie auch privaten Bereich verboten.Quarzsand ist gesundheitsgefährdend weil:
- Der Sand ausschließlich aus sehr feinen Quarzkörnern besteht.
- Der Einsatz von Quarzsand eine enorme Staubentwicklung verursacht.
- Die feinen Quarzkörner trotz Atemschutz in Staubform in die Lunge eindringen.
- Das Bronchialsystem nicht in der Lage ist, die feinen Quarzkörner aus dem Lungengewebe abzuführen und es somit zu diversen Erkrankungen des Lungengewebes sowie Folgeerkrankungen kommen kann.
Mögliche Gesundheitsgefahren beim Sandstrahlen mit Quarzsand

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Da dieser Staub derart fein ist, dass das Bronchialsystem die Fremdstoffe nicht auf natürlichem Wege ausscheiden kann, kommt es zur sogenannten Staublunge, die über viele Generationen hinweg als „Bergarbeiterkrankheit“ bekannt war und die heute allem voran in sogenannten Billiglohnländern auf erschreckende Art und Weise aufzeigt, warum Quarzsand als Strahlmittel für das Sandstrahlen überaus bedenklich und gesundheitsgefährdend ist. Staubteilchen in einer Größe von weniger als 5 µm können ausreichen, um im Lungengewebe zu chronischen Entzündungen zu führen, die letztlich leider viel zu oft im Verlauf der Erkrankung in einer sogenannten Lungenfibrose enden. Bei dieser Erkrankung ist das Lungengewebe derart angegriffen, dass sich mehr und mehr Bindegewebe um die entzündeten Bereiche bildet und somit die lebensnotwendigen Lungenbläschen reduziert werden. Das bittere Ergebnis dieses Krankheitsverlaufs ist, dass die Sauerstoffaufnahmekapazität mehr und mehr schwindet und das Risiko eines vollständigen Lungenversagens oder aber einer Lungenkrebserkrankung steigen enorm.
Quarzsandverbot - Wo darf Quarzsand noch genutzt werden und wo nicht?
Obgleich die gesundheitsgefährdenden Eigenschaften von Quarzsand in Verbindung mit der Arbeitstechnik des Sandstrahlens längst nachweislich belegt werden konnte und mehr und mehr Interessensgemeinschaften ein Verbot von Quarzsand als Strahlgut fordern, ist der grundsätzliche Einsatz von Quarzsand als Strahlmittel bislang lediglich in den nun folgenden Ländern (zum Teil) eingeschränkt untersagt:- Die Niederlande
- Deutschland
- Die Schweiz (beschränkt auf den professionellen Einsatz)
Unbedenkliche Alternativen zum Sandstrahlen mit Quarzsand
Obgleich das Sandstrahlen in Österreich und weiteren Ländern bislang nicht verboten ist, ist die Suche nach einer unbedenklichen Alternative in jedem Fall zu bevorzugen. Denn ja es gibt sie, Strahlmittel, die nicht zum Gesundheitsrisiko werden und somit bedenkenlos im privaten, wie auch professionellem Einsatz genutzt werden können. Allem voran der sogenannte Granatsand erfreut sich seit dem Quarzsandverbot in Deutschland und den Niederlanden enormer Beliebtheit. Denn hinsichtlich Preis, Wirkung und Nutzbarkeit entspricht dieses Strahlgut absolut dem Quarzsand, birgt hierbei jedoch weder die enorme Staubentwicklung während der Arbeit noch die fatale Gesundheitsgefahr für den eigenen Körper.Unser Fazit– Sandstrahlen mit Quarzsand!
Obgleich das Sandstrahlen mit Quarzsand in Österreich und vielen weiteren Ländern nach wie vor rechtlich kein Problem darstellt, raten wir Ihnen tunlichst von diesem Strahlmittel ab. Denn Quarzsand ist aufgrund seiner krebserregenden Eigenschaften nicht nur überaus gefährlich für ihre Gesundheit, er führt zudem zu einer sehr starken Staubentwicklung, die intensiv genug ist, um selbst die Schutzwirkung einer professionellen Atemschutzmaske zu überwinden. In Anbetracht der enormen Auswahl an nicht gesundheitsgefährdenden Strahlmitteln ist der Einsatz von Quarzsand unserer Meinung nach längst nicht mehr nötig oder gar unverzichtbar. Schonen Sie daher gezielt ihre Gesundheit und greifen sie auf alternative Strahlmittel wie zum Beispiel Granatsand zurück. Dieser ist in Wirkung und Anschaffungspreis vergleichbar mit Quarzsand, dabei aber weit weniger gefährlich für ihre Gesundheit und die Gesundheit jener, die sich womöglich in ihrem direkten Arbeitsumfeld befinden werden.Wie gefällt dir dieser Beitrag?
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