Die Arbeit im eigenen Wald, sie ist nicht nur beschwerlich und in vielen Regionen Österreichs ein fester Bestandteil der alltäglichen Aufgaben und Pflichten eines Land- oder Forstwirtes, sondern erfordert zudem auch Fachwissen, Erfahrung und die passende Bekleidung. Denn gilt es im Wald die vielseitigen Aufgaben zu erfüllen, gilt es zeitgleich die passende Ausrüstung für diese Aufgaben bereitzustellen. Denn ohne Forstbekleidung wäre die forstwirtschaftliche Bearbeitung der heimischen Wälder undenkbar, und zwar aus praktischer wie auch Sicht des Arbeitsschutzes.

Welche Forstbekleidung gibt es?

Schnittschutzbekleidung

Forstbekleidung wird grundsätzlich in allgemeine Forstbekleidung und Schnittschutzbekleidung unterteilt.

Bevor die Arbeit im Wald aufgenommen werden kann, gilt es somit die passende Bekleidung zu wählen. Doch welche Forstbekleidung gibt es eigentlich? Eine gute Frage, die sicherlich auch so mancher Forstwirt nicht vollumfänglich beantworten kann. Denn wie so oft im professionellen Arbeitsbekleidungseinsatz ist die passende Bekleidung nicht immer gleich, nein sie wird anhand der zu tätigenden Aufgaben gewählt.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Forstbekleidung, diese sind:

Die Unterscheidung der beiden Begrifflichkeiten ist für den Laien oftmals nicht ganz so einfach, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick ist es an sich sehr einfach. Die allgemeine Forstbekleidung umfasst alle auf dem Markt verfügbaren Arbeitsbekleidungsstücke, die im Bereich forstwirtschaftlicher Arbeiten getragen werden kann. Die Produktgruppe der Schnittschutzbekleidung, die Teil der allgemeinen Forstbekleidung ist, umfasst im Gegenzug ausschließlich Kleidung, die über einen nachweislichen Schnittschutz verfügt und somit den rechtlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes bei Forst- und Schnittarbeiten entspricht.

Wofür braucht es welche Art der Forstbekleidung?

Grundsätzlich stellt die Forstbekleidung im Allgemeinen und die Schnittschutzbekleidung für Forstarbeiten im Besonderen eine Form der Arbeitsbekleidung dar, die angepasst an die zu tätigende Arbeit gewählt, den Anforderungen der Arbeiten entspricht und somit bei allen Arten von forstwirtschaftlichen Arbeiten getragen wird. Doch nicht für jede Aufgabe ist jede Forstbekleidung passend.

Allgemeine Forstbekleidung – Für alle „Nichtschnittarbeiten“

Die am häufigsten getragene Form der Forstbekleidung ist die allgemeine Forstbekleidung. Diese Arbeitsbekleidungsform ist für alle Nichtschnittarbeiten im Wald geeignet und bietet je nach Zusammenstellung und Produktcharakteristika zahlreiche Vorteile während der Arbeiten. Zumeist in einer Kombination aus Schuhen, Hosen und Schutzhelm getragen, verfügt die Forstbekleidung über wichtige Produkteigenschaften, die den Forstarbeiter während seiner Tätigkeit im Wald zu schützen wie auch bestmöglich zu unterstützen weiß.

Zur allgemeinen Forstbekleidung zählt mitunter:

Die allgemeine Forstbekleidung ist eine Arbeitsbekleidung die grundsätzlich nicht durch Arbeitsrechtsgesetze oder aber dem gesetzlichen Arbeitsschutz vorgeschrieben ist. Jedoch gibt es von dieser „freien Arbeitsbekleidungswahl für Forstarbeiten ohne Schnittschutzvorgabe“ eine wichtige Ausnahme. Immer dann, wenn die ausgeführten Forstarbeiten in einem nicht abgeschlossenen Bereich erfolgen, muss sogenannte Forstschutzbekleidung getragen werden, um die Forstarbeiter, unbeteiligte Personen sowie womöglich den öffentlichen Verkehr nicht zu gefährden. Diese besondere Forstschutzbekleidung ist grundsätzlich eine normale Forstbekleidung, die zusätzlich eine der drei gängigen Warnschutzklassen erfüllen und somit selbst bei schlechter Witterung jederzeit erkennbar ist.

Schnittschutzbekleidung – Zwingend für alle Schnittarbeiten im Forst

Forstschutzhelm und Handschuhe

Schnittschutzbekleidung ist unverzichtbar, wenn Schnittarbeiten vorgenommen werden.
Foto: © Pixabay / MIH83

Werden im Zuge der Forstarbeit Schnittarbeiten ausgeführt, muss die Forstbekleidung gegen sogenannte Schnittschutzbekleidung ersetzt werden. Diese besondere Form der Arbeitsbekleidung für die Forstwirtschaft verfügt über besondere Produkteigenschaften, die den Forstarbeiter vor Schnitt- und Stichverletzungen während der Forstarbeit schützen kann und somit einen wichtigen Unfallschutz darstellt.

Zur Schnittschutzbekleidung für Forstarbeiten zählt mitunter:

Während die allgemeine Forstbekleidung grundsätzlich nicht zwingend vorgeschrieben ist und somit der Forstarbeiter frei wählen kann, ob er nun eine Forstjacke oder aber eine Jacke aus dem Freizeitbekleidungsbereich tragen will, ist das Tragen der Schnittschutzbekleidung gesetzlich vorgeschrieben und somit unverzichtbar.

Zudem muss beim Tragen der Schnittschutzbekleidung darauf geachtet werden, das die sogenannte Schnittschutzklasse den anfallenden Arbeiten entspricht. Es reicht somit nicht, einfach nur einen Schnittschutzschuh zu tragen, es muss ein Schnittschutzschuh mit der passenden Schnittschutzklasse sein, um einerseits das Unfall- und Verletzungsrisiko während der Schnittarbeiten im Wald einzudämmen und andererseits den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Forstarbeit zu entsprechen.

Weiterführende Informationen

Forstbekleidung – Rund um Forstschutz
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