Bauernhäuser in Österreich, sie sind ein fester Teil der österreichischen Landschaftsgestaltung. Kaum eine ländliche Region, die nicht durch ihre nicht selten prachtvoll dekorierten Bauernhäuser besticht. Ob Kärnten, Tirol, die Steiermark oder die großen Vierkanthöfe in Ober- und Niederösterreich. Abseits der Städte und großen Gemeinden sind es die Bauernhäuser, die in Österreich das Landschaftsbild prägen. Doch den einen klassischen Bauernhof, den gibt es in Österreich nicht. Regionale Einflüsse, althergebrachte Traditionen und viele Bräuche prägen da Bild der Bauernhäuser in Österreich.

Damals und Heute – Österreichische Bauernhäuser im Wandel der Zeit

Bauernhäuser sind fester Bestandteil des österreichischen Landschaftsbildes Foto: © pixabay / Romi

Bauernhäuser sind fester Bestandteil des österreichischen Landschaftsbildes Foto: © pixabay / Romi

Lange bevor die österreichische Landwirtschaft zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige wurde, waren es die Bauernhäuser in Österreich, die als Heimstätte wie auch Grundlage für die alltäglichen Pflichten und Aufgaben dienten. Denn ein Bauernhof ist gleichermaßen Heim der Familie wie auch berufliches Umfeld für den Landwirt und das natürlich schon seit unzähligen Generationen.

Doch viele Einflüsse haben das Bild und die Bedeutung der Bauernhöfe über Jahrhunderte hinweg verändert. Wo der Bauernhof einst nicht selten ein in sich geschlossener Lebensbereich war, in dem gleichermaßen gelebt, hergestellt und gearbeitet wurde, da ist das moderne Bild der Bauernhöfe weit vielschichtiger geworden. Moderne Einflüsse wie der Tourismus oder die Nutzung als Resthof veränderten das Bild der Bauernhäuser in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach.

Früher waren Bauernhäuser in Österreich…

In früheren Zeiten waren Bauernhäuser in Österreich ein wichtiger Lebensmittelpunkt für all jene, die in der Landwirtschaft ihren Lebensinhalt gefunden hatten. Als nicht selten in sich geschlossener Lebensbereich ermöglichten sie Landwirten und deren Familien sowie deren Bediensteten ein kompaktes Lebens- und Arbeitsumfeld.

Früher war der Bauernhof:

  • Das private und berufliche Lebenszentrum für Landwirte, deren Familien und Angestellte.
  • Ein Ort an dem weitestgehend für die eigene Versorgung gearbeitet wurde.
  • Ein Ort an dem selbst Dinge des alltäglichen Bedarfes selbst hergestellt wurden.

Man lebte auf dem Hof und man arbeitete auf dem Hof. Das Leben war eng mit der Arbeit auf den Feldern oder in den Ställen verbunden und nicht selten vermischten sich beruflicher und privater Alltag in einem Maße, dass eine Trennung kaum denkbar gewesen wäre. Deutlich wird dies bei der Tatsache, dass früher auf Höfen nicht nur Lebensmittel für den Eigenbedarf oder den regionalen Verkauf produziert, sondern auch wichtige Güter des alltäglichen Lebens selbst hergestellt wurden. Die Wolle der Schafe wurde direkt am Hof versponnen, Möbel und wichtige Alltagsgegenstände wurden aus dem gefertigt, was auf dem Hof verfügbar war und zugekauft wurde nur das, was unverzichtbar und nicht selbst herstellbar war.

Heute sind Bauernhäuser in Österreich…

In der heutigen Zeit sind Bauernhäuser nicht mehr allein der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten. Neben dieser klassischen Nutzungsform gibt es inzwischen auch zahllose sogenannte Resthöfe, die auf die reine Nutzung als Wohnraum ohne landwirtschaftliche Verwendung begrenzt sind. Doch auch in Sachen Tourismus sind Bauernhöfe seit einigen Jahren ein unverkennbarer Trend.

In der heutigen Zeit werden Bauernhöfe:

  • Als klassischer Bauernhof mit landwirtschaftlicher Nutzung genutzt.
  • Als sogenannter Resthof ohne Bezug zur landwirtschaftlichen Nutzung als Wohnraum genutzt.
  • Im Zuge des Tourismus als besondere Form der Beherbergung mit traditionellem Touch betrieben.

Wo der Urlaub auf dem Bauernhof noch vor einigen Jahrzehnten damit verbunden war, dass der Urlaub im Umfeld einer aktiven Landwirtschaft verbracht wurde, da gibt es heute zahllose Bauernhäuser, die zum reinen Beherbergungszweck betrieben werden und kaum, bis gar keine landwirtschaftliche Nutzung mehr erfahren.

Bauarten und Besonderheiten – die wichtigsten Bauernhausarten Österreichs im Überblick

Österreich verfügt über eine große Vielfalt an Bauernhausarten Foto: © pixabay / bogitw

Österreich verfügt über eine große Vielfalt an Bauernhausarten Foto: © pixabay / bogitw

Ob ein Bauernhof nun landwirtschaftlich genutzt wird oder als reine Wohnfläche für den Eigenbedarf oder die Bewirtung von Gästen und Touristen dient, Bauernhof ist nicht gleich Bauernhof. Viele Besonderheiten und natürlich die unterschiedlichen Bauformen zeichnen die Vielfalt der Bauernhöfe in Österreich aus.

Grundsätzlich müssen Bauernhöfe zunächst in deren Verwendungsweise unterschieden werden. Denn je nach Nutzungsweise spricht man von:

  • Einem Bauernhof
  • Einem Bergbauernhof
  • Einer Farm
  • Einer Plantage
  • Einem Gutshof
  • Einer Agrarfabrik
  • Einem Resthof

Die Unterscheidung der einzelnen Hofarten ist in deren Nutzungsweise zu finden. Ein Bauernhof ist die klassische Variante eines Hofes, der landwirtschaftlich genutzt wird und der für die Viehhaltung ebenso, wie die Getreideproduktion genutzt werden kann. Eine Farm hingegen ist rein auf die Produktion von Getreide ausgelegt, ähnlich der Plantage, auf der ausschließlich Obst produziert wird. Der Gutshof ist in Österreich eher in den Regionen Burgenland und Niederösterreich zu finden, hier verwaltet ein Gutsherr oder Verwalter den landwirtschaftlichen Betrieb und die landwirtschaftliche Arbeit wird vordergründig von Angestellten ausgeführt. Der Resthof hingegen ist ein ausschließlich privat genutztes Objekt, welches nicht mehr im aktiven Bezug zur Landwirtschaft steht. Ein Beispiel hierfür wären die vielen landwirtschaftlich aufgelassenen Betriebe, deren Bauernhäuser nun nur noch als Wohnraum genutzt werden.

Abseits der Nutzung unterteilen Bauernhöfe sich in Österreich und natürlich auch anderen Ländern in deren Bauform. Anhand der grundlegenden Gestaltung des Bauernhauses, aber auch anhand klassischer Merkmale der einzelnen Bauformen unterscheiden sich Bauernhöfe grundsätzlich in:

  • Eindachhöfe
  • Mehrdachhöfe

Die Bezeichnung beschreibt hierbei das erste und wohl auch wichtigste Merkmal dieser Bauernhöfe. Der Eindachhof besticht durch eine Bauform, in der alle Räumlichkeiten unter einem Dach zusammengefasst sind. Mehrdachhöfe hingegen bestehen nicht selten aus mehreren Gebäuden oder aber verwinkelten Gebäudeformen und verfügen daher über mindestens zwei Dächer. Doch natürlich gibt es noch viele Varianten und weitere Bauweisen, die jedoch grundsätzlich diesen beiden Grundarten der Bauernhöfe zuzuschreiben sind. Die nun folgenden Bauernhofarten sind die in Österreich am häufigsten anzutreffenden.

Der Vierkanthof

Eine klassische Bauernhofform aus Oberösterreich sowie Niederösterreich. Grundsätzlich eine Adaption des Mehrdachhofes, besticht der Vierkanthof (der auch als Vierseithof bezeichnet wird) durch seine unverkennbare Bauweise. Vier Seiten umschließen den Innenhof, des Vierkanthofes, der je nach Baugröße durchaus beachtliche Ausmaße annehmen kann.

Der Vierkanthof:

  • Ist allem voran in Oberösterreich und Niederösterreich verbreitet.
  • Ist ein Mehrdachhof mit vier Gebäuden, die sich zu einem Viereck verbinden.
  • Biete einen je nach Größe geräumigen Innenhof und die Möglichkeit einzelne Tätigkeitsbereiche voneinander zu trennen.

Traditionell unterteilt in die Bereiche Wohnen, Lagern, Tiere und Getreide, besticht der klassische Vierkanthof durch seine Bauweise wie auch die damit in Verbindung stehenden Vorteile. Wege von einer Seite des Hofes zur anderen sind in der Regel vergleichsweise kurz und können ohne den Bauernhof zu verlassen bewerkstelligt werden. Darüber hinaus bietet die viereckige Bauweise des Vierkanthofes zahlreiche Vorteile hinsichtlich des Wetterschutzes aber auch der effizienten Arbeitsweise im landwirtschaftlichen Alltag.

Der Zwerchhof

Eine klassische Bauernhausform aus den östlichen und südöstlichen Bundesländern und allem voran im Burgenland zu finden, besticht der Zwerchhof durch eine effiziente Kombination aus wohn- und landwirtschaftlicher Nutzung. Der Wohnbereich des Zwerchhofes liegt direkt an der Straße und ist an beiden Enden des länglichen Gebäudes mit den landwirtschaftlichen Gebäuden verbunden.

Der Zwerchhof:

  • Ist eine Bauernhofform, die allem voran im Burgenland zu finden ist.
  • Ist ein Mehrdachhof bei welchem das Wohngebäude immer direkt an der Straßenseite des Grundstückes gelegen ist.
  • Ist eine Bauernhofvariante, die je nach Ausprägung und Größe bis zu zwei Gebäude direkt an das Wohnhaus anschließt.

Je nach Ausprägung kann das Hauptgebäude des Zwerchhofes mit einem oder zwei Gebäuden verbunden sein. Zudem ist es allem voran in der Region Nordburgenland üblich, den verbleibenden Grund mit bis zu zwei Meter hohen Mauern zu umrande und so einen umfassenden Sichtschutz aufzubauen.

Der Streckhof / Hakenhof

Typisch für das südliche Burgenland aber auch dem Weinviertel und dem gesamten Donauraum waren lange Zeit sogenannte Streckhöfe. Diese besondere Bauernhausvariante besticht durch die planmäßige Bauform mit klarem Fokus auf die Landwirtschaft. Das Hauptgebäude liegt direkt an der Straße, im rechten Winkel dahinter angeschlossen befinden sich weitere Nutzgebäude wie zum Beispiel Stallungen, Lagerräume und Werkstätten.

Der Streckhof / Hakenhof

  • Ist eine heute nicht mehr so weit verbreitete Bauernhausvariante.
  • Bietet maximale landwirtschaftliche Nutzung auf vergleichsweise geringer Grundfläche.
  • Ist seitlich von Nachbarhöfen begrenzt und verzichtet somit auf Mauern und Zäune.
  • Wird aus Lehm gefertigt und ist damit sehr Anfällig für Wetterschäden und Brände.

Allem voran die vergleichsweise kurze Beständigkeit der einzelnen Gebäude aber auch durch die erhöhte Brandgefahr gelten Streckhöfe wie auch Hakenhöfe in der heutigen Zeit als nicht mehr zeitgemäß und findet man sie somit nur noch vereinzelt. Im südlichen Burgenland findet man jedoch noch einige Streckhöfe, da diese durch ihren Blockbau allem voran Winzern hinsichtlich Aufteilung und Wege entgegen kommen.

Der Haufenhof / Gruppenhof

Mit einer langen Tradition verbunden und in großen Teilen der Steiermark, Kärntens und dem gesamten östlichen Alpenraum vorzufinden, ist der sogenannte Haufenhof oder Gruppenhof eine klassische und traditionelle Form des Bauernhofes mit Ursprüngen in jener Zeit, in der Landwirte noch vorzugsweise für den eigenen Bedarf Lebensmittel produzierten.

Der Haufenhof:

  • Ist eine klassische Bauernhofform aus dem östlichen Alpenraum.
  • Ist eine Hofform, bei der alle relevanten Gebäude (Wohngebäude und Nutzgebäude) eine Gruppe bilden.
  • Ist eine Gebäudeform, bei der nicht zwingend eine direkte bauliche Verbindung zwischen den einzelnen Gebäuden bestehen muss.

Die große Besonderheit der Haufenhöfe liegt in deren Größe aber auch deren funktionellen Zusammenstellung und Einbindung in das Gelände. Haufenhöfe wurden ursprünglich mit Strohdächern oder Holzschindeln im Dachbereich eingedeckt und erst mit modernen Bauformen dem modernen Baubild angepasst worden. Zudem verfügen traditionelle Haufenhöfe über ein sogenanntes Kochhaus oder Rauchstubenhaus im Zentrum der Gebäudegruppe.

Der Dreiseithof

Eine überall in Österreich anzutreffende Bauernhausform ist der sogenannte Dreiseithof. Ähnlich dem burgenländischen Zwerchhof verfügt der Dreiseithof über einen zentralen Gebäudeteil, der in der Regel den Wohntrakt der Familie beinhaltet. Rechts und links gehen davon die landwirtschaftlichen genutzten Gebäude ab.

Der Dreiseithof:

  • Ist eine klassische Bauernhofform die überall in Österreich anzutreffen ist.
  • Besteht aus einem zentralen Gebäudeteil von dem rechts und links die Landwirtschaftsgebäude abgehen.

Allem voran kleinere Landwirtschaften verfügen über einen klassischen Dreiseithof oder einer modernen Adaption dieser Bauernhausform. Grund hierfür ist die effiziente Unterteilung in Wohngebäude und Landwirtschaftsgebäude sowie die kompakte Bauart, die kurze Wege zwischen den einzelnen Gebäuden ermöglichen.

Der Zweiseithof

Eine weitere beliebte und weitverbreitete Variante ist der sogenannte Zweiseithof oder aber auch Winkelhof. Hierbei findet man in einem der beiden Gebäude den Wohnbereich, im rechten Winkel an den Wohntrakt angeschlossen, ist das Landwirtschaftsgebäude zu finden, welches in der Regel bezüglich der Länge meist um einige Meter länger ist, als der Wohntrakt.

Der Zweiseithof:

  • Ist ein Bauernhof mit zwei Gebäuden die in einem Winkel gebildet werden.
  • Wird auch als Winkelhof bezeichnet.
  • stellt eine der bekanntesten Bauernhofvarianten dar.

Klassische Formen des Zweiseithofes findet man überall in Europa aber auch in Ländern wie Amerika, Südamerika oder dem asiatischen Raum. Für große Landwirtschaften eher ungeeignet, wird der Zweiseithof in der Regel erst bei Bedarf baulich durch einen Anbau zum Dreiseithof erweitert oder durch den Zubau frei stehender Landwirtschaftsgebäude erweitert.

Der Eindachhof

Die wohl ursprünglichste Form des Bauernhaues, die auch heute überall in Österreich, vordergründig jedoch in Bergregionen wie Tirol, Kärnten, Vorarlberg und der Steiermark anzutreffen ist, ist der Eindachhof. Hierbei handelt es sich um ein Bauernhaus, welches aus einem einzelnen Gebäude besteht und in dem gleichermaßen Wohn- wie auch landwirtschaftliche Nutzfläche geschaffen wird.

Der Eindachhof:

  • Ist eine klassische Bauernhausform.
  • Besteht aus einem einzelnen Gebäude und somit einem Dach.
  • Verbindet Wohnbereich und Landwirtschaftsgebäude in einem Gebäude.

Bestand Bedarf an größeren Freiräumen für die Lagerung von Gerätschaften oder für die Haltung der Tiere wurde der Eindachhof in der Regel durch externe Gebäude unweit des Bauernhauses erweitert.

Der Paarhof

Allem voran in der Steiermark und Tirol häufig anzutreffen, sind sogenannte Paarhöfe klassische Erweiterungen des Eindachhofes. Bei dieser besonderen Bauernhausform werden zwei Gebäude in direkter Nähe zueinander parallel aufgestellt, wobei ein Gebäude als Wohngebäude und das andere als Landwirtschaftsgebäude genutzt wird.

Der Paarhof

  • Ist ein Bauernhaus mit zwei nebeneinanderliegenden Gebäuden.
  • Besteht aus einem Wohnhaus und einem Landwirtschaftsgebäude.
  • Ist allem voran im Alpenraum als klassische Bauernhausvariante bekannt.

Vor allem in bergigen Regionen erfreut sich der Paarhof großer Beliebtheit. Die einfache Bauweise (traditionell wird ein Paarhof aus Holz gefertigt) sowie die klar Trennung von Wohnbereichen und Landwirtschaftsbereichen bietet den Bauern einen kompakten und effektiven Nutzen selbst auf begrenzten oder sehr unwegsamen Gelände. Dies muss wohl auch als Grund dafür herangezogen werden, dass viele Berghöfe im Stil eines Paarhofes aufgebaut werden.

Traditionen rund um den Bauernhof

Bauernhäuser in Österreich sind Teil des ländlichen BrauchtumsFoto: © pixabay / bstrupp

Bauernhäuser in Österreich sind Teil des ländlichen BrauchtumsFoto: © pixabay / bstrupp

Es sind nicht nur die vielen unterschiedlichen Formen, die Bauernhöfe in Österreich zu einem solch besonderen Aspekt der ländlichen Kultur und Tradition machen. Nein auch die vielen Traditionen und Bräuche rund um den Bauernhof, zeigen auf beeindruckende Art und Weise, wie reichhaltig das ländliche Brauchtum in Österreich ist.

Bunte Blumenvielfalt am Bauernhaus

Eine der wohl bekanntesten Traditionen rund um die Bauernhäuser in Österreich sind sicherlich die traumhaft schönen Blumen, die an so manchem Hof auf Balkonen und Fensterbänken zu sehen sind. Allem voran in der Steiermark aber auch in Tirol und Kärnten zählen diese blumigen Arrangements beinahe schon als verpflichtende Dekoration für jede Landwirtsfamilie. Ein bewohntes Bauernhaus ohne den traditionellen Blumenschmuck fällt schlicht weg unangenehm auf und so gelten die Blumenkisten und Blumentöpfe im Frontbereich des Wohnhauses als etwas, dass unverzichtbar erscheint.

Verwunderlich und dennoch nachvollziehbar ist in diesem Bezug die Tatsache, dass manche Bürgermeister ihre Bauern sogar dazu anhalten, die Wohnhäuser der Höfe mit Blumen zu schmücken. Gerade in Tourismusregionen soll so die Traditionsliebe und Ursprünglichkeit der Region unterstrichen und somit die Tourismuskraft der Region gestärkt werden.

Heiligenbilder, Sprüche und Anrufungen

Eine weitere überall in Österreich verbreitete Tradition sind die vielen Heiligenbilder, Anrufungen und Sprüche die am Bauernhaus, wie auch im Inneren des Hauses zu finden sind. Je nach Region können Marienbilder, Bilder von Schutzpatronen oder aber klassische Bibelszenen den Eingangsbereich oder Wohnbereich schmücken. Traditionell werden diese Bilder mit Weisheiten, Sprüchen oder Bibelzitaten unterlegt. Mancherorts sind Bilder wie auch dazugehörige Sprüche beinahe poetisch, wenngleich auch für Gäste nicht immer leicht lesbar. Denn traditionell werden die Anrufungen und Sprüche in der Regel im regionalen Dialekt geschrieben und nicht im klassischen Hochdeutsch.

Traditioneller Schmuck

Viele Bauernhäuser in Österreich sind zudem mit einer reichhaltigen Vielfalt an traditionellen Bildern, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen geschmückt. Das alte Ladegeschirr der Pferde oder Kühe, die alten längst nicht mehr genutzten Kuhglocken. All das und mehr findet man an oder in so manchem Bauernhaus in Österreich und natürlich gilt auch hier, dass jede Region ihren ganz eigenen Schmuck für die nicht selten prachtvollen Bauernhäuser vorzuweisen hat.

Immobilientrend: Bauernhäuser in Österreich kaufen

Bauernhäuser in Österreich waren über viele Generationen hinweg der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten. Nur Landwirte lebten dauerhaft in ihren Bauernhäusern. Nur wer aktiv im landwirtschaftlichen Bereich tätig war, kaufte sich einen Bauernhof als Grundlage für seine Tätigkeit. Doch der Wandel der Zeit und allem voran die Erschließung dieser ländlichen Themenbereiche durch den Tourismus veränderte diesen Trend.

In der heutigen Zeit erfreuen sich Bauernhäuser in Österreich einer stetig steigenden Nachfrage. Oftmals als Wohneigentum in ländlicher Region oder als Basis für einen Beherbergungsbetrieb gefragt, ist der Immobilientrend Bauernhaus längst nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar. Mitunter verantwortlich für diesen wandelnden Trend sind natürlich auch die stark sinkenden Zahlen der Junglandwirte in Österreich. So mancher junge Mann oder so manche junge Frau entscheiden sich bewusst gegen die Übernahme des elterlichen Hofes und spätestens, wenn der dauerhafte Wohnort weg vom Land hinein in die Stadt verändert wird, steht der – nicht selten über Generationen hinweg, im Familienbesitz stehende – Bauernhof zum Verkauf.

So also finden sich zahlreiche Bauernhäuser und Bauernhöfe in Österreich in den Listen der Immobilienmakler und Portalen. Vom einfachen Eindachhof über große Vierkanthöfe, überall in Österreich stehen Bauernhäuser zum Verkauf und wer schon immer einmal in idyllischer ländlicher Region und in einem womöglich jahrhundertealten Bauernhaus leben wollte, der findet so eine reizvolle Alternative zum hektischen Großstadtleben auf dem Bauernhof.

Weitere Infos:

Bauernhäuser in Österreich: Bauernhausarten, Immobilientrend & Tradition
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