Schon immer verschaffte es den Menschen einen besonderen Nervenkitzel, um einen bestimmten Einsatz zu wetten. Sportwetten allgemein erfreuen sich großer Beliebtheit, auch wenn der Charakter sich im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Heute gibt es einen ganzen Geschäftszweig, der sich mit dem Thema beschäftigt, und Wetten können längst nicht mehr nur vor Ort abgeschlossen werden.

Pferderennen haben eine Jahrtausende alte Tradition, machen aber heute nur einen Anteil von ca. 2 Prozent des gesamten Wettmarktes aus. Viele halten Pferderennen für eine Veranstaltung der gehobenen Gesellschaftsschicht, dabei kann man auf den Rennbahnen ganz unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Schichten antreffen.

Rennarten – Pferderennen ist nicht gleich Pferderennen!

Wer an Pferdewetten denkt, denkt automatisch zuerst an Galopprennen. Galopprennen haben die älteste Tradition und sind am weitesten verbreitet. Allen Galopprennarten ist gemeinsam, dass die Rennstrecke geritten und im Galopp zurückgelegt wird. Wenn auch etwas weniger bekannt, sind Trabrennen nicht minder interessant. Sie haben die Traberzucht, die eine internationale Zuchtrichtung darstellt und auch andere Rassen durch Einkreuzen beeinflusst, maßgeblich geprägt.

Pferderennen dienen aber nicht nur der reinen Unterhaltung, sondern sollen auch die Leistungsfähigkeit eines Pferdes unter Beweis stellen und somit seinen Zuchtwert steigern.

Um beim Wetten erfolgreich zu sein, ist es von Vorteil die Hintergründe der einzelnen Rennen zu kennen.

Galopprennen

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Flachrennen

Allen Flachrennen ist gemeinsam, dass das Gelände der Rennstrecke keine Hindernisse beinhaltet. Man unterscheidet zwischen:

  • Fliegerrennen: Die Distanz der Rennstrecke beträgt 1.000 Meter. Diese Form verlangt vom Pferd in erster Linie Sprinterqualität, also möglichst schnell möglichst viel Tempo aufzunehmen.
  • Steherrennen: Die Rennstrecke ist hier länger, sie beträgt in der Regel 4.800 Meter. Reine Schnelligkeit führt hier nicht zum Erfolg, denn die Geschwindigkeit muss über die Distanz durchgehalten werden, was vor allem Steherqualität erfordert.

Galopprennen

Um eine möglichst gerechte Ausgangssituation herzustellen, werden die Galopper mit Gewichten ausgestattet. In Deutschland werden vier Ausgleichsklassen unterschieden, die Aufschluss darüber geben, wie anspruchsvoll ein Rennen ist. In der Ausgleichsklasse I starten die hervorragenden Pferde. Diese Klasse ist für den Wettfreund am interessantesten, denn dort finden die spannendsten und am höchsten dotierten Rennen statt.

  • Ausgleichsrennen: Den Pferden werden abhängig von ihrem Alter und Geschlecht Gewichte zugeordnet.
  • Aufgewichtsrennen: Der Handicapper teilt jedem Rennpferd sein individuelles Gewicht aufgrund des GA‘s (Generalausgleich = Dokumentiert die Leistungen eines Rennpferdes, um jedes Pferd in eine bestimmte Klasse einordnen zu können.) zu.
  • Klassische Rennen: Sie sind als Selektion für die Vollblut-Zucht vorgesehen. Hier starten ausschließlich dreijährige Pferde. Beispiele: das Derby, die 1.000 Guineas (Meilenrennen für Stuten) und die 2.000 Guineas (Meilenrennen für Stuten und Hengste)

Hindernisrennen

Bei Hindernisrennen sind auf der Rennstrecke Hindernisse zu überwinden. Dabei variieren sowohl die Distanz als auch die Art der Hindernisse, deswegen teilt man Hindernisrennen in zwei Kategorien ein:

  • Jagdrennen: Die Rennstrecke ist 3.000 bis 7.200 Meter lang und führt über eine Reihe feste Hindernisse. Diese Art Hindernisrennen ist umstritten, denn die festen Hindernisse bergen ein großes Verletzungsrisiko für die Pferde. Deswegen kommt es bei oft zu folgenschweren Stürzen, bei denen das Pferd nicht selten eingeschläfert werden muss.
  • Hürdenrennen: Die Distanz bei Hürdenrennen ist mit 2.200 bis 3.400 Meter deutlich geringer als bei Jagdrennen, außerdem sind die Hindernisse beweglich, was das Verletzungsrisiko deutlich mindert.

Trabrennen

Trabrennen unterscheiden sich nicht nur durch die Gangart von Galopprennen. Zulässig ist nämlich nur der Trab und jede Taktunreinheit zieht Konsequenzen nach sich bis hin zur Disqualifikation. Üblicherweise werden Trabrennen nicht geritten, sondern im Sulky gefahren. Gerittene Trabrennen gibt es zwar, sie sind bislang aber vor allem auf französischen Rennbahnen üblich und hierzulande nicht sehr weit verbreitet.

Trabrennen

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Wettarten – Bei Pferdewetten haben Sie verschiedene Möglichkeiten auf das richtige Pferd zu setzen

Pferderennen gibt es schon sehr lange, aber richtig populär wurden sie erst, als offizielle Pferdewetten eingeführt wurden. Durch sie bekam der Pferdesport erst den richtigen „Kick“ und entwickelte sich zu einem regelrechten Gesellschaftsereignis. Wer aber seinen Wetteinsatz vervielfachen möchte, sollte sich mit den Besonderheiten der Szene und insbesondere den Wettarten  auskennen. Hier unterscheiden sich die Pferdewetten nicht von allen anderen Wetten: Je besser die Gewinnchancen, desto niedriger der Gewinn. Es gilt, genau abzuwägen, für welche Wettart man sich entscheidet, um den größtmöglichen Gewinn bei kalkulierbarem Risiko zu erzielen.

Wette auf Sieg und Platzierung

  • Sieg-Wette: Hier tippt man den Sieger des Rennens. Setzt man auf den Favoriten, stehen die Chancen gut, zu gewinnen. Die Quote ist allerdings miserabel, ebenso der Gewinn.
  • Platz-Wette: Sie bietet ein besseres Verhältnis von Quote und Risiko. Das Pferd, auf das gesetzt wird, muss einen der ersten drei Plätze belegen. Man kann also auf ein Pferd setzen, das eine sehr viel bessere Quote als der Favorit bietet, und trotzdem eine gute Wahrscheinlichkeit haben, dass das Ereignis eintritt.

Kombinations-Wette

  • Dreier- bzw. Vierer-Wette: Hier tippen Sie die ersten drei bzw. vier erstplatzierten Pferde in der richtigen Reihenfolge. Das ist die Wettart mit dem größten Risiko, den höchsten Einsätzen, aber auch den höchsten Gewinnen.
  • Platzzwilling: Sie setzen auf zwei Pferden, die auf einem der ersten drei Plätze landen müssen. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Die Chance, richtig zu liegen, ist hier bedeutend höher als bei Dreier- oder gar Vierer-Wetten. Das schlägt sich auf die Quote nieder, die Gewinne sind dafür sehr viel geringer.
  • Finish-Wette: Tippen Sie die Siegerpferde der letzten drei Rennen eines Tages.

 

Wetteinsatz

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Geschichte der Pferdewette

Die ersten geschichtlich dokumentierten Pferderennen gab es bereits bei den alten Römern. Der römische Kaiser Lucius Septimus Serverus ließ sich nach seinem Feldzug in England nieder und ließ dort die ersten Galopprennen ausrichten. So etablierten sich Galopprennen zunächst in England, das als Ursprungsort für den Sport gilt.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Zucht des Englischen Vollbluts festgeschrieben. Sie sind bis heute die typischen Galopprennpferde, sie sind zäh, schnell und voller Temperament und Kampfgeist. Aber sie wurden und werden auch in der Zucht anderer Rassen zur Veredelung eingesetzt.

Die Geschichte der Trabrennen liegt nicht ganz so lange zurück und hat ihre Ursprünge in Ungarn. Damals lieferten sich die Händler Wettrennen auf dem Weg zum Markt, um sich dort den besten Platz zu sichern. Anfangs verwendeten sie noch Zweispänner mit vier Rädern, das erwies sich allerdings als unpraktisch und man entwickelte Einspänner mit nur zwei Rädern, was das Gespann sehr viel wendiger und schneller machte. Mittlerweile kamen die Kunden zum Markt, um den Händlern bei ihren Wettrennen zuzusehen. Die ersten standardisierten Trabrennen mit Zeitmessung fanden 1879 statt.

Sowohl bei den Galopp- als auch bei den Trabrennen wurden schon in den Anfängen Wetten auf den Sieger abgeschlossen, zunächst nur unter den Zuschauern per Handschlag. Aber der Reiz der Wetten griff schnell um sich und es gab bald die ersten organisierten Buchmacher, bei denen man seine Wette abgeben konnte. Heute erfreuen sich Online-Buchmacher großer Beliebtheit. Zu den bekanntesten zählen Racebets, Bet365 und Pferdewetten.de.

Geschichtliches
Das Royal Ascot Pferderennen ist eines der berühmtesten Pferderennen überhaupt und geht auf das Jahr 1711 zurück, wo es erstmals auf Initiative von Anne Stuart, damalige Königin des Königreichs Großbritannien, ausgerichtet wurde. Im Jahre 1807 wurde erstmals der Ascot Gold Cup vergeben. Heute findet der Ascot Gold Cup am dritten Tag der Royal Ascot Rennwoche statt. An diesem Tag stehen nicht nur die Pferde und das Wetten im Vordergrund, die Damen der gehobenen Gesellschaft geben sich die Ehre und übertrumpfen sich gegenseitig bei der Wahl ihrer Garderobe. Insbesondere die Hüte sind besonders ausgefallen und extravagant und finden jedes Jahr weltweit Beachtung. So ist der Ascot Gold Cup nicht nur ein hochrangiges sportliches Ereignis, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis der „Upper Class“, der Elite Großbritanniens. Es bis zum heutigen Tage unter der Schirmherrschaft des englischen Königshauses. Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascot_(Pferderennen) )

Wie kann ich meine Wette abgeben?

Früher gab man seine Wette bei dem Buchmacher vor Ort direkt an der jeweiligen Rennbahn ab. Alternativ gab es bestimmte Läden, die Pferdewetten angeboten haben, ähnlich wie beim Lotto, und in denen man seine Wetten setzen konnte.

Im Zeitalter des Internets rückten immer mehr online Pferdewetten Buchmacher in den Fokus. Mittlerweile machen sie einen Großteil der Wettanbieter aus. Sie können Ihre Wetten jetzt bequem im Internet abgeben. Viele online Buchmacher bieten auch einen livestream zu den Rennen an, der Ihnen ermöglicht von zu Hause aus mitzufiebern.

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Buchmacher

Es gibt eine unüberschaubare Anzahl online Buchmacher für Pferdewetten und der Konkurrenzkampf unter den einzelnen Anbietern ist groß. Hier eine Übersicht der beliebtesten Buchmacher:

  • RaceBets ist der größte Anbieter und auf Pferde- und Hundewetten spezialisiert. Das Angebot umfasst Trab- und Galopprennen weltweit. RaceBets überzeugt durch eine übersichtliche Internetpräsenz und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Sie können auf Pferderennen weltweit wetten, haben aber auch für Pferderennen in Deutschland eine sehr große Auswahl. Außerdem stellt RaceBets Ihnen viele Neuigkeiten rund ums Thema Pferdewetten zur Verfügung.
  • Bet365 Pferdewetten ist ein beliebter Anbieter nicht nur rund um Pferderennen. Das Unternehmen hat über 2.000 Mitarbeiter und bedient über sieben Millionen Kunden in 200 Ländern. Dabei zählen Sportwetten allgemein und Fußball Sportwetten besonders zu den Stärken, aber auch für Glücksspiele wie Online Poker begeistern sich die Kunden. Durch das breite Angebot an Sportwetten, Glücksspiel und Finanzmärkten wirkt die Internetpräsenz etwas unübersichtlich.
  • de ist der Spezialist für Galopp- und Trabrennwetten. In diesem Bereich bekommen Sie ein breites Spektrum an Wettmöglichkeiten geboten. Die Internetpräsenz ist sehr übersichtlich und benutzerfreundlich, der deutsche Kundendienst bietet einen sehr guten Service.
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