Wer einen schönen und gepflegten Rasen sein Eigen nennen möchte, der muss diesen regelmäßig pflegen. Allem voran ist das richtige Wassern und mähen entscheidend für das Rasenbild und natürlich wollen auch die Ecken und Kanten sauber ausgeschnitten werden. Doch nicht immer ist das mit einem Rasenmäher möglich und so braucht es eine sogenannte Motorsense, um auch diese Teile des Rasens schön und gepflegt erscheinen zu lassen.


Was ist eine Motorsense?

Eine Motorsense findet immer dort Anwendung, wo Rasenmäher schlicht weg nicht mehr effektiv sind. Rasenkanten, schwer zugängliche Rasenrandstücke oder am Rande dekorativer Gartenelemente. Denn überall dort ist es schlichtweg unmöglich, mit dem Rasenmäher das Gras auf die gewünschte Höhe zu trimmen. Früher musste man dann mühsam per Hand und Gartenschere diese Rasenflächen einkürzen und das war – wenig überraschend – eine überaus zeitintensive und nicht selten mühsame Arbeit. Doch die moderne Motorsense – die im Übrigen auch als Rasentrimmer oder Freischneider bezeichnet wird – erleichtert diese Arbeit spürbar.

Eine Motorsense ist:

  • Ein je nach Antriebsart mit Strom, Benzin oder Akkus betriebenes Gartengerät.
  • Ein Gerät welches das Kürzen von Gras auch an schwer zugänglichen Bereichen ermöglicht.

Möglich macht dies der kompakte und praktische Aufbau einer Motorsense. Denn entgegen klassischer Rasenmäher ist die Motorsense ein längliches Gerät, welches über einen Stiel von – je nach Hersteller und Variante – bis zu 2 Metern Länge verfügt. Am Kopfstück des Gerätes befindet sich der Schneidekopf, in welchem das Schneidewerkzeug angebracht ist. Je nach Modell kann dieses Schneidewerkzeug in Form von Messern, Sägeblättern oder einem Schneidfaden verarbeitet sein. Zudem befindet sich der nötige Motor entweder direkt am Schneidekopf oder aber am Stiel des Gerätes. Sehr große und somit auch schwere Geräte verfügen zudem neben den nötigen Griffen auch über Verankerungen für Tragegurte, um so die Handhabung des Gerätes zu erleichtern.

Die Funktion eines Rasentrimmers ist denkbar einfach und kinderleicht zu handhaben. Das Gerät wird per Hand in schwenkenden Bewegungen dicht über den Boden geführt, wobei der Schneidekopf nach unten zeigt. Um die gewünschte Schnitthöhe zu erhalten, ist es nötig, per Hand den gewünschten Abstand zum Boden gleichmäßig herzustellen und so ein gleich bleibendes Schnittbild zu gewährleisten.

Rasentrimmer und Co – Die Varianten der Motorsense im Überblick

Doch es gibt nicht nur das eine Gerät zum Trimmen der schwer zugänglichen Rasenflächen. Grundsätzlich muss im Bereich der Motorsensen und verwandten Gartengeräte, von zwei eigenständigen Gartengerätkategorien gesprochen werden, und zwar:

  • Rasentrimmer
  • Freischneider / Motorsense

Auf den ersten Blick hin nur schwer zu unterscheiden, sind es die Anwendungsmöglichkeiten sowie gelegentlich auch die Schneidwerkzeuge, die beide Kategorien maßgeblich voneinander unterscheiden.

Der Rassentrimmer – perfekt für den Grasschnitt an schwer zugänglichen Flächen

Der Rassentrimmer stellt beinahe so etwas wie einen kleinen Bruder der Motorsense dar. In der Regel mittels Akku oder elektrisch betrieben ermöglicht er den Grasschnitt an schwer zugänglichen Stellen. Ob Rasenkante oder unter Büschen und an Mauern, der elastische Faden im Schneidekopf ermöglicht einen schnellen und geraden Schnitt des Rasens.

Die Besonderheiten des Rasentrimmer sind:

  • Handliches Schneidegerät mit Akku- oder Elektroantrieb.
  • Ermöglicht den Grasschnitt an schwer zugänglichen Stellen (Rasenkante, Mauer)
  • In der Regel mit roulierenden Kunststofffäden im Schneidekopf

Die Motorsense / der Freischneider – schneide Gras, Gestrüpp und Holz

Die eigentliche Motorsense wird auch als Freischneider bezeichnet und ermöglicht weit mehr, als den einfachen Grasschnitt an schwer zugänglichen Stellen. Dank des – üblicherweise – benzingetriebenen Motors vermag die Motorsense Gras, Gestrüpp und Gehölz zu schneiden. Auch kniehohes Gras stellt für die Motorsense keine Probleme dar. Die oftmals austauschbaren Schneidewerkzeuge bestehen abhängig vom Modell aus Messern, Sägeblättern oder stabilen Kunststofffäden.

Die Besonderheiten der Motorsense sind:

  • Perfekt geeignet für Gras, Gestrüpp, Gehölz und hohes Gras.
  • Auch auf großen Wiesenflächen einsetzbar.
  • In der Regel mittels Benzinmotor betrieben.
  • Abhängig vom Modell mit Faden, Messer oder Sägeblatt erhältlich

Kaufempfehlung – Welche Kaufkriterien sind entscheidend?

Rasentrimmer oder Motorsense, diese Grundsatzentscheidung muss jeder für sich treffen. Doch natürlich braucht es keine großen Weideflächen, um einen Freischneider einsetzen zu können. Auch passionierte Gärtner können ohne Weiteres auf die etwas stärkere Variante dieses praktischen Gerätes zurückgreifen. Doch wer sich für das etwas leistungsstärkere Modell entscheidet, der sollte beim Kauf so manches beachten.

Die Antriebsart – Elektro-, Akku oder Benzin Motorsense?

Die erste wichtige Entscheidung beim Kauf einer Motorsense ist die Frage, welche Antriebsart gewünscht ist. Grundsätzlich gibt es Motorsensen mit verschiedenen Antriebsarten. Für große Flächen eigenen sich in jedem Fall benzinbetriebene Motorsensen. Diese verfügen in der Regel über einen 2-Takt-Benzinmotor und haben selbst mit hartnäckigem Gehölz und Gestrüpp keine Probleme. Nachteil dieser Variante ist klar der Benzinbedarf, der nicht unterschätzt werden sollte. Je nach Modell ist es ratsam immer einen Reservekanister Benzin mitzuführen, da die Motorsense sonst schnell den Dienst einstellen wird.

Vorteile des Benzin-FreischneidersNachteile des Benzin-Freischneiders
  • Perfekt für grobe und großflächige Arbeiten
  • Konstante Leistung mit ausreichend Kraft
  • Unabhängig von Stromquellen Arbeiten (kabellos)
  • Oftmals sehr schwer und sperrig
  • Durch den Antrieb sehr laut (Gehörschutz empfohlen)
  • Benzinverbrauch / ggf. Nachtanken während der Arbeit nötig

 

Alternativ kann man sich natürlich auch bewusst für die Elektrovariante entscheiden. Mit Hausstrom oder Akkus betrieben braucht es hierbei weder Benzin noch ständiges Nachfüllen des Kraftstoffes. Hinsichtlich der Leistung muss man hierbei auch keine allzu großen Einbußen hinnehmen, denn auch eine elektrisch betriebene Motorsense weiß mit Kraft und Leistung zu überzeugen. Wer sich jedoch für eine mit Hausstrom betriebene Sense entscheidet, der muss den Nachteil des lästigen Kabelnachziehens hinnehmen. Große Rasenflächen lassen sich so natürlich nur schwerlich mähen. Doch für überschaubare Rasenflächen eignet sich diese Variante perfekt, da sie vergleichbar leichter und somit handlicher ist.

Vorteile der ElektromotorsenseNachteile der Elektromotorsense
  • Perfekt für Rasenkanten & Co
  • Konstante Leistung bei Elektroantrieb
  • Leichte Handhabung dank geringem Gewicht
  • Unabhängig Arbeiten (bei Nutzung von Akkus)
  • Für große Flächen weniger geeignet
  • Leistungsabfall bei schwachen Akkus
  • Abhängigkeit von der Stromquelle (Stromkabel, Akkus)

 

Das Schneidesystem – Messer, Sägeblatt oder Faden?

Neben der Entscheidung für die Antriebsart gilt es natürlich auch zu entscheiden, mit welchem Schneidewerkzeug die Motorsense betrieben werden soll. Abhängig von der zu mähenden Flächen sollte diese Entscheidung mit Bedacht getroffen werden. Denn obwohl einige Geräte bereits einen flexiblen Austausch der Schneidewerkzeuge ermöglichen und somit gleichermaßen die Verwendung von Faden, Messer und Sägeblättern ermöglichen, ist dies nicht immer der Fall. Grundsätzlich stehen zur Auswahl:

  • Der Einsatz von Kunststofffäden
  • Der Einsatz von Sägemessern (Doppelklingen)
  • Der Einsatz von Sägeblättern
  • Der flexible Einsatz aller drei genannten Sägewerkzeugen

Allem voran für große Weideflächen oder den Einsatz im Bereichen, die von Gestrüpp und feinen Unterholz durchzogen sind, eigenen sich Sägemesser oder Sägeblätter besser als die für Rasen perfekten Kunststofffäden. Auch sehr hohes Gras lässt sich meist mit Sägemessern besser schneiden als mit der Kunststoffvariante in Form von Fäden.

Die wohl beste Wahl wäre in jedem Fall ein Gerät zu kaufen, welches den flexiblen Einsatz mit unterschiedlichen Schneidewerkzeugen ermöglicht. Diese Geräte mögen nicht zu den günstigsten Produkten zählen, doch durch den flexiblen Einsatz genau des Schneidewerkzeuges, welches benötigt wird, kann wertvolle Zeit eingespart werden. Wenn Sie also die beste Variante für sich wählen wollen, dann achten sie auf die Möglichkeit, die Schneidewerkzeuge austauschen zu können. Dies gilt dann natürlich auf für neue Schneideköpfe im Falle eines mit der Zeit natürlichen Verschleißes der alten Schneidewerkzeuge.

Motorsensen im Test – das sind unsere Testsieger!

Benzinbetrieben, mit Akkus oder direkt mit dem Hausstrom betrieben. Motorsensen gibt es in unterschiedlichen Varianten. Von Leistung, über Schneideart bis hin zum Preissegment gibt es beinahe nichts, das e nicht geben würde. Doch welche Freischneider sind die Besten? Wir haben uns die aktuellen Verkaufsschlager einmal genauer angesehen und das sind unsere Motorsensen Testsieger aus den Kategorien Elektro-, Akku- und Benzinmotorsense.

Der Black + Decker GL9035

Black + Decker GL9035

Unser erster Testsieger gehört zur Kategorie der Elektromotorsensen. Die Black + Decker GL9035 ist eine Elektro-Motorsense, die mit einer Leistung von 900W und einer Schnittbreite von 35cm perfekt dafür geeignet ist, Rasenkanten und Hindernisse zu überwinden und ein sauberes Rasenbild zu schaffen. Dank Teleskopstiel und einem verstellbaren Zweithandgriff ist diese Motorsense zudem perfekt an die eigene Körpergröße anpassbar. Für einen durchschnittlichen Kaufpreis von 100,00 Euro bietet dieses Modell nicht nur ein top Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch die Möglichkeit es vielseitig einzusetzen.

VorteileNachteile
  • Ideal für Rasenkanten und schwer zugängliche Stellen.
  • Leistungsstarke Elektro-Sense (vergleichbar mit Benzinsensen)
  • Teleskopstiel mit verstellbarem Zweit-Handgriff
  • Leistung 900W
  • Schnittbreite 35cm
  • Gewicht 3,2 Kg
  • Original Fadenspule nicht als Ersatzteil verfügbar
  • Eingeschränkte Nutzbarkeit durch Elektroantrieb

 

Der Makita Akku-Rassentrimmer 18V

Makita Akku-Rassentrimmer

Unser Testsieger in der Kategorie Akku-Trimmer stammt aus dem Hause Makita und überzeugt mit vielen Vorteilen. Der kompakte und handliche Rasentrimmer liegt mit einem Gesamtgewicht von nur 3,1kg gut in der Hand. Dank der Teleskopstange ist die Länge des Mähers zudem an die eigene Körpergröße anpassbar, wodurch ein komfortables Arbeiten möglich wird. Zudem verfügt dieser Trimmer über 5 Stufen hinsichtlich der Schneidekopfjustierung und der Schneidekopf lässt sich zudem noch um 180° drehen. Der Wechsel der Schneidfäden ist einfach und kinderleicht, ein Tap und schon kann die neue Spule eingesetzt werden. Alles in allem ein Top Produkt für einen Kaufpreis knapp über 100,00 Euro.

VorteileNachteile
  • Kompakt und handlich aufgebaut.
  • Teleskopstange mit Verstellbereich von 180 mm
  • Schneidekopf drehbar und in 5 stufen neigbar
  • Einfaches „Tap & Go“ für den Wechsel des Schneidefadens
  • Extras inbegriffen (Schultergurt, Schutzbrille, 8M Schneidefaden)
  • Batterie muss extra zugekauft werden

 

Die MTD Benzin-Motorsense SMART

MTD Benzin-Motorsense

In der Kategorie Benzinmotorsensen wusste uns die MTD Motorsense SMART BC 26 zu überzeugen. Für einen Kaufpreis von unter 120,00 Euro bietet dieses Gerät einfach alles, was eine modernen Motorsense benötigt. Für den Gebrauch kann zwischen Faden (Arbeitsbreite 42cm) und Messer (Arbeitsbreite 25,5cm) gewählt werden. Zudem ist der Schaft teilbar und dank des mitgelieferten Schultergurts lässt sich die Motorsense komfortabel auch bei längeren Arbeiten tragen. Der 2-Takt-Motor besticht durch seine Leistung und mit dem Seilzug ist das Gerät schnell und effektiv angeworfen. Selbst der Tankinhalt mit 0,65 Liter ist für durchschnittliche Arbeiten ausreichen groß. Einzig da Gewicht mit 5,6 kg kann ohne Tragegurt schnell ermüdend wirken.

VorteileNachteile
  • 2-Takt- Motor (0,7 kW – 11.800 min-1)
  • Wahlweise mit Faden oder Messer nutzbar
  • Tankgröße 0,65 Liter
  • Beidseitig gelagerte Kurbelwelle
  • Geteilter Schaft und TrimmerPlus Option
  • Mitgeliefertes Zubehör (Tragegurt)
  • Vibrationen durch starke Leistung
  • Gewicht 5,6 Kg

 

Unser Fazit – Rasenpflege leicht gemacht, ein Rasentrimmer macht es möglich!

Ob mit Motorantrieb oder mittels Kabel an den Hausstrom angeschlossen, die Motorsense erleichtert den sauberen Abschluss nötiger Mäharbeiten. Ob zu Hause im eigenen Garten, auf der Weide oder rund um Haus und Hof. Ohne Motorsense würden Randstücke, dekorative Elemente und Bäusche unschön überwuchert werden. Doch zum Glück muss es gar nicht erst so weit kommen. Einfache Handhabung, die simple Funktionsweise und die vielseitige Anwendbarkeit von Freischneidern machen es möglich.

Ø Preis102,50€102,53€117,22€
AntriebsartElektroAkku2-Takt-Motor
Schnittbreite35cm26cm42 cm / 25,5 cm
Gewicht3,2kg3,1kg5,6kg

 

Nicht vergessen – die richtige Schutzausrüstung kann vor Verletzungen schützen!

Doch Vorsicht. So praktisch eine Motorsense im Alltag auch sein mag, ohne die nötige Schutzausrüstung kann das Trimmen von Rasenkante und Wiesenflächen unter Büschen und Gartenmöbeln schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Eine Schutzbrille sollte in jedem Fall immer getragen werden, da die Motorsense schnell einmal kleine Steine oder Obstkerne ausschleudern kann. Auch festes Schuhwerk ist zu bevorzugen, wen die Motorsense in unwegsamen Gelände genutzt wird, immerhin sollen nur Gras, Gestrüpp und feines Unterholz geschnitten werde und nicht die eigenen Füße oder Zehen.

Wer jedoch auf die nötige Schutzausrüstung achtet und die Motorsense zudem nicht zu dicht an den Boden hält, der wird erkennen wie praktisch und beinahe unverzichtbar dieses Gerät im Alltag sein kann. Leichter kann das Schneiden und Trimmen von Rasenrändern, wilden Wiesen oder mit Gestrüpp durchwachsende Rasenflächen schlicht weg nicht sein!

Weiterführende Links

Motorsensen im Test – Welche Motorsense ist die Beste?
4.4 (88%) 5 votes