Fahrzeuge aller Art, sind in der heutigen Zeit ein unverzichtbarer Bestandteil unseres modernen Lebens. Doch immer dann, wenn Defekte sich ankündigen und das Fahrzeug nicht mehr wie gewünscht oder benötigt nutzbar ist, dann gilt es, die Fehlerursache zu ermitteln. Wenn zum Beispiel die Motorleistung nachlässt, könnte dies mitunter an einem mangelnden Kompressionsdruck im Zylinder liegen. Doch um ermitteln zu können, ob die mangelnde Motorleistung wirklich dieser Ursache zuzuschreiben ist, braucht es zunächst einen sogenannten Kompressionsprüfer und einer Überprüfung des Kompressionsdrucks in allen Zylindern.


Was ist ein Kompressionsprüfer?

Mit der Bezeichnung Kompressionsprüfer wird ein wichtiges Diagnosegerät im Bereich der sogenannten Hubkolbenmaschinentechnik bezeichnet, welches dahin gehend genutzt wird, den Kompressionsdruck innerhalb der einzelnen Motorenzylinder zu messen.

Ein Kompressionsprüfer ist:

  • Ein Diagnosegerät für die Fehleranalyse an Fahrzeugmotoren.
  • Ein wichtiges Werkzeug für Werkstätten und passionierte „Schrauber“
  • Ein Gerät, mit dem der Kompressionsdruck innerhalb eines Motorenzylinders gemessen werden kann.

Der Kompressionsprüfer, der im Übrigen auch als Kompressionsdruckprüfer oder Kompressionsdruckanalysegerät bezeichnet werden kann, ist ein unverzichtbares Auswertungswerkzeug, welches in allen Fachbereichen, in denen die Hubkolbenmaschinentechnik Anwendung findet, zum Einsatz kommt.

Einsatzgebiete – In welchen Bereichen werden Kompressionsprüfer eingesetzt?

Klassische Einsatzgebiete eines Kompressionsdruckprüfers findet man in allen Bereichen, in denen Fahrzeuge basierend auf der Hubkolbenmaschinentechnik zum Einsatz kommen. Somit kann der Kompressionsdruck in Motorzylinder an folgenden Fahrzeugen mit diesem Gerät gemessen / überprüft werden:

  • Fahrzeuge mit Diesel oder Benzinmotor
  • Motorräder und motorisierte Fahrräder
  • Lastkraftfahrzeuge und landwirtschaftliche Fahrzeuge
  • Maschinen mit Diesel oder Benzinmotor

Somit sind die Einsatzbereiche des Kompressionsmessgerätes überaus vielseitig. Ob in Werkstätten, zur Instandhaltung von Maschinen und Fahrzeugen oder aber im privaten Bereich rund um die Optimierung und Reparatur von Fahrzeugen finden diese Analysegeräte Anwendung und sorgen gezielt für eine Auswertung des Motorzustandes sowie der Ermittlung potenziell bestehender Mängel hinsichtlich des Kompressionsdrucks.

Kompressionsdruck prüfen – So wird der Kompressionsprüfer genutzt!

Kompressionsdruck prüfen

Die Überprüfung des Kompressionsdrucks ist in einer Werkstatt aber auch außerhalb einer Werkstatt möglich!
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Die Überprüfung des Kompressionsdrucks in einem Zylinder mit einem sogenannten Kompressionsmesser oder Kompressionsdruckprüfer ist grundsätzlich weder an ein Werkstattumfeld gebunden, noch bedarf es einem umfassenden technischen Verständnis moderner Verbrennungsmotoren. Unabhängig von Geräteart, Fahrzeugtypus oder örtlicher Gegebenheiten erfolgt die Überprüfung des Druckverhältnisses in folgenden Schritten:

  • Zunächst wird das Fahrzeug auf die Prüfung vorbereitet
    Da eine Prüfung des Kompressionsdrucks nur bei Betriebstemperatur gemessen kann, muss diese zunächst einmal hergestellt werden. Hierfür wird das Fahrzeug in Betrieb genommen, bis der Motor seine übliche Betriebstemperatur erhalten hat.
  • Die Außerbetriebnahme der elektronischen Zündanlage
    Ist der Motor auf Betriebstemperatur gebracht, muss die elektronische Zündanlage den Herstellerangaben entsprechend außer Betrieb genommen werden. Grundsätzlich bietet das Fahrzeughandbuch alle nötigen Informationen, die für diesen Arbeitsschritt nötig sind.
  • Kompressionsprüfer in Betrieb nehmen
    Im nächsten Schritt wird der Kompressionsprüfer in Betrieb genommen. Manche Geräte erfordern hierbei das Einlegen der Prüfkarte in den Kompressionsdruckschreiber sowie die Einstellung des Gerätes auf den ersten Zylinder. Andere Geräte können mit einer Aktivierung des Gerätes an sich betriebsbereit gemacht werden.
  • Zündkerzen entfernen und Verbrennungsrückstände ablassen
    Nun werden die Zündkerzen aus dem Motorblock entfernt und durch ein Drehen am Starter eventuell im Zylinder enthaltene Verbrennungsrückstände entfernt.
  • Kompressionsprüfer anschließen und Messung beginnen
    Im nächsten Schritt wird der sogenannte Gummikonus des Kompressionsprüfers in die Zündkerzenöffnung gedrückt und die Drosselkappe des Motors vollständig geöffnet bevor durch eine – vom Gerät abhängige – Betätigung des Starters den Messvorgang einzuleiten.

Grundsätzlich ist die Messung des Kompressionsdrucks im Zylinderkopf eine sehr einfache Maßnahme, die bei korrekter Ausführung aller nötigen Schritte binnen weniger Minuten erfolgen kann. Sollen mehrere Zylinder überprüft werden, muss jedoch beachtet werden, dass das Prüfgerät zwischen jeder Prüfung vollständig entlüftet werden muss, um so ein korrektes Messergebnis zu erhalten. Geräte mit Prüfkarten müssen zudem vor jedem Testvorgang eine neue Prüfkarte erhalten und entsprechend der Zylinderzahl eingestellt werden.

Kaufratgeber – darauf sollten Sie beim Kauf in jedem Fall achten!

Ob für den professionellen oder privaten Gebrauch, wenn die Anschaffung eines sogenannten Kompressionsdruckprüfers nötig wird, gilt es wichtige Kaufentscheidungen zu treffen, um letztlich auch wirklich das richtige Gerät zu erwerben. Nicht jedes Modell ist gleich, nicht jedes Fahrzeug stellt die gleichen Anforderungen und nicht immer braucht es teure Geräte mit zahlreichen Zubehörteilen. Um Ihnen den Kauf ein wenig zu erleichtern, möchten wir Ihnen nun die beiden wichtigsten Kaufkriterien für ihren neuen Kompressionsprüfer nahebringen.

Nutzbarkeit – Welche Motorenarten können getestet werden?

Das erste und zugleich wichtigste Kaufkriterium ist die Nutzbarkeit des Kompressionsprüfers hinsichtlich der unterschiedlichen Antriebsarten von Fahrzeugen. Denn nicht jedes Modell ist für den Einsatz an Diesel- wie auch Benzinkraftfahrzeugen geeignet. So also gilt es bereits im Vorfeld zu bedenken, welche Antriebsarten bei den zu prüfenden Fahrzeugen gegeben sind und anhand dieses Wissen ein Modell auszuwählen das entsprechend nutzbar ist. Diese Entscheidung ist vergleichsweise einfach, denn es gibt:

  • Kompressionsprüfgeräte für Dieselfahrzeuge
  • Kompressionsprüfgeräte für Benzinfahrzeuge
Unser Rat an Sie!
Im Falle von mehreren Fahrzeugen mit unterschiedlichen Motorenarten ist es leider nicht ganz so einfach. Zwar gibt es Kombigeräte, die Messungen an Diesel- wie auch Benzinmotoren ermöglichen, diese sind jedoch meist in der Anschaffung mit enormen Kosten verbunden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für den semiprofessionellen oder privaten Einsatz zwei Geräte zu kaufen, anstatt die hohen Anschaffungskosten eines Kombigerätes in Kauf zu nehmen.

Lieferumfang & Zubehör – Ist das Gerät ohne Zukauf nutzbar?

Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium sollte in jedem Fall das mit dem Prüfgerät gelieferte Zubehör sein. Denn allem voran die Gewindeadapter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Kompressionsprüfers, die exakt passend für den Motor die eigentliche Messung erst möglich machen. Die meisten aktuell am Markt erhältlichen Geräte umfassen ein mehr oder weniger umfangreiches Sortiment an nötigen Zubehörteilen, zu denen mitunter folgende Bestandteile zählen können:

  • Prüflanzen
  • Gewindeadapter
  • Manometer mit unterschiedlichsten Funktionsumfängen

Allem voran im Bezug auf die Gewindeadapter sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass die Adapter entweder explizit für ihr Fahrzeug ausgelegt sind oder aber in ausreichender Vielfalt im Set enthalten sind, um letztlich eine Prüfung an ihren Fahrzeugen ohne Zukauf von Adaptern ermöglichen zu können. Welche Adapterkollektionen für welche Motoren geeignet sind, kann im Übrigen ohne weiteres den Produktbeschreibungen der Geräte entnommen werden, da hier von den Herstellern die entsprechenden Angaben hinterlegt werden.

Ersatzteile, Nachkauf und Bedieninformationen – Unverzichtbar für den Erstgebrauch!

Obgleich häufig unterschätzt sind Aspekte wie die Möglichkeit Ersatzteile zu erhalten, zusätzliches Zubehör zu kaufen oder aber auch das Gerät anhand der mitgelieferten Bedienungsanleitung korrekt zu benutzen etwas, dass Sie beim Kauf ihres neuen Kompressionsdruckprüfers in jedem Fall beachten sollten.

Denn der nicht sachgemäße Einsatz eines Druckprüfgerätes für den Kompressionsdruck im Inneren eines Verbrennungsmotors führt schnell zur Beschädigung der Prüflanze oder aber der Gewindeadapter und kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass der Motor an sich schaden nehmen könnte.

Unser Tipp!
Achten sie also auf eine verständliche Bedienungsanleitung, die Möglichkeit im Fall der Fälle Ersatzteile oder fehlendes Zubehör nachkaufen zu können und nehmen sie sich ausreichend Zeit um diese relevanten Kaufaspekte zu bedenken und anhand ihrer individuellen Bedürfnisse in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen.

Kompressionsprüfer im Test – die aktuell besten Modelle im direkten Vergleich

Kompressionsdruckprüfgeräte gibt es von unterschiedlichsten Herstellern und für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Gilt es ein eben solches Gerät zu kaufen, dann kann die enorme Auswahl an möglichen Modellen schnell einmal verwirrend wirken. Welches Gerät ist das Beste? Welche Modelle ermöglichen eine bestmögliche Kompressionsprüfung und wie ist das Handling des Prüfers? All diese Fragen sind entscheidend und zwar nicht nur im alltäglichen Einsatz, sondern allem voran im Vorfeld des Kaufs. Wir haben uns für Sie auf die Suche nach den aktuell beliebtesten Modellen gemacht und anhand von Kundenbewertungen die besten Kompressionsprüfer ermittelt und das sind sie:

DEMA Kompressionstester für Benzinmotoren

DEMA Kompressionstester für Benzinmotoren

DEMA Kompressionstester für Benzinmotoren

Der erste Kompressionsprüfer, welchen wir Ihnen heute vorstellen möchten, stammt aus dem Hause DEMA und ist ein kompakter Kompressionstester für Benzinmotoren mit einer Druckabnahme von bis zu 20 bar Leistung. Im Set enthalten sind zwei Prüflanze, ein Manometer mit Druck-Halte-Funktion sowie vier Gewindeadapter, die für viele gängige Motorenvarianten nutzbar sind. Das Gerät das für einen Kaufpreis von rund 27,00 Euro erhältlich ist, wird in einem stabilen Set-Koffer geliefert ist und somit jederzeit leicht zu transportieren und zu lagern.

VorteileNachteile
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Druckabnahme bis 20 Bar
  • 4 Gewindeadapter
  • 2 Prüflanzen
  • Für Benzinmotoren geeignet
  • Manometer mit Druck-Halte-Funktion
  • Lieferung im kompakten Set-Koffer
  • Ggf. erforderlicher Zukauf von Adaptern nötig
  • Nur 2 von 4 Adaptern verfügen über ein Gewinde

 

Profi-Werkzeuge Kompressionsprüfer für Dieselmotoren

Profi-Werkzeuge Kompressionsprüfer für Dieselmotoren

Profi-Werkzeuge Kompressionsprüfer für Dieselmotoren

Der zweite Kompressionsdruckprüfer, welchen wir Ihnen vorstellen möchten, stammt aus dem Hause Profi-Werkzeuge und ist speziell für den Einsatz an Dieselmotoren ausgelegt. Für einen Kaufpreis von rund 40,00 Euro erhält man ein hochwertig verarbeitetes Gerät, dass einer maximalen Belastung von bis zu 70 bar standhält und mit sechs Adaptern (je drei für Glühkerzengewinde und je drei für Düsengewinde) geliefert wird. Zudem wird ein Winkelstück mitgeliefert, dass schwer zugängliche Stellen leichter erreichbar macht und natürlich gibt es auch bei diesem Kompressionsprüfer einen handlichen Koffer, in dem alle Bestandteile komfortabel transportiert und gelagert werden können.

VorteileNachteile
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Druckabnahme bis 70 Bar
  • Für Dieselmotoren geeignet
  • 6 Gewindeadapter
  • Alle Adapter mit Schnellwechselkupplung
  • Lieferung im kompakten Set-Koffer
  • Rückschlagventile müssen zum Teil frühzeitig erneuert werden

 

ASTA Kompressionsprüfer für Benzin- und Dieselmotoren

ASTA Kompressionsprüfer für Benzin- und Dieselmotoren

ASTA Kompressionsprüfer für Benzin- und Dieselmotoren

Unser letztes Modell, welches wir Ihnen heute vorstellen möchten, stammt aus dem Hause ASTA und ist ein Profi-Kompressionsprüfgerät für Benzin- wie auch Dieselmotoren. Für einen Kaufpreis von rund 450,00 Euro erhält man ein umfassendes Set mit zahlreichen Adaptern für alle gängigen Fahrzeugmarken und modernen Motorvarianten im stabilen Kunststoffkoffer. Das enthaltene Manometer verfügt über einen Durchmesser von 64 mm und einem Ventil zum manuellen Ablassen des Prüfdrucks. Alle Adapter und das umfangreiche Zubehör dieses Profigerätes ermöglichen einen effektiven und schnellen Prüfprozess, der jedoch einiges an Fachwissen erfordert und somit nur bedingt für den Laien geeignet ist. Die hochwertige Verarbeitung, das umfassende Zubehörsortiment aber auch die punktgenaue Bemessungsmöglichkeit des Kompressionsdrucks in Diesel- wie auch Benzinmotoren weiß zu überzeugen und so gilt dieses Gerät sicherlich mit Recht als Kaufempfehlung für Werkstätten und alle professionellen Bereiche mit Bedarf regelmäßiger Kompressionsdrucküberprüfungen.

VorteileNachteile
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Profi-Gerät mit großem Funktionsumfang
  • Geeignet für Dieselmotoren und Benzinmotoren
  • Geeignet für die meisten Benzinmotoren (Hdi, TDCI, Pump-Düse etc.)
  • Passend für zahlreiche Automarken
  • Druckabnahme bis 50 Bar
  • Umfassendes Zubehör
  • Lieferung im kompakten Set-Koffer
  • Handbuch nur in Englisch verfügbar
  • Erhöhte Anschaffungskosten
  • Profigerät (Handhabung für Laien sehr komplex)

 

Unser Fazit – Kompressionsprüfgeräte, kleine Geräte mit großer Wirkung!

Kompressionsprüfgeräte, kleine Geräte mit großer Wirkung!

Um teure Werkstattbesuche zu sparen, lohnt sich die Anschaffung eines Kompressionsdruckprüfgerätes in jedem Fall!
© Fotolia: industrieblick – 106622469

Wenn die Motorleistung eines Fahrzeuges nicht mehr dem entspricht, was nötig ist, dann gilt es, die Ursachen für diese Probleme zu finden. Man kann natürlich das Fahrzeug in die Werkstatt des Vertrauens bringen und dort den professionellen, leider aber auch nicht selten teuren, Service der Experten in Anspruch nehmen. Oder man kann selbst zumindest erste Fehlerursachenforschung betreiben. Denn zumindest wenn es um den Kompressionsdruck im Zylinder geht, braucht es nicht immer einen Experten mit teurem Werkstattumfeld.


DEMA Kompressionstester für Benzinmotoren

Profi-Werkzeuge Kompressionsprüfer für Dieselmotoren

ASTA Kompressionsprüfer für Benzin- und Dieselmotoren
Ø Preis26,95€39,90€449,95€
Geeignet fürBenzinDieselBenzin & Diesel
Druckabnahme bis20 bar70 bar50 bar
Gewindeadapter enthalten?JaJaja
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Denn mit einem einfachen Gerät, nämlich dem Kompressionsdruckprüfer, lässt sich einfach und ohne großem Werkstattumfeld erkennen, ob die Probleme am Motor auf einen mangelnden und somit nicht ausreichenden Kompressionsdruck im Inneren eines oder gar mehrerer Zylinderköpfe liegt oder aber andere Ursachen für die Probleme gesucht werden müssen. Die Anschaffung eines solchen Gerätes kann sich also durchaus lohnen, denn einmal gekauft, lässt sich das Gerät bei zahlreichen Fahrzeugen verwenden und spart somit bei jedem Einsatz enorme Werkstattkosten.

Kompressionsprüfer – Unverzichtbar für die Überprüfung des Kompressionsdrucks im Zylinderraum
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