Die Heugabel, sie gilt seit je her als unverzichtbares Werkzeug im landwirtschaftlichen Alltag. Ob in der Tierhaltung oder für einfache Arbeiten in Stall, im Garten oder auf dem Feld. Kaum ein Landwirt in Österreich würde freiwillig auf die Heugabel verzichten. Doch was macht das vielseitig einsetzbare Werkzeug aus? Wo liegen die Unterschiede zur klassischen Mistgabel und worauf sollte beim Kauf einer neuen Heugabel in jedem Fall geachtet werden?


Die Heugabel – ein vielseitig einsetzbares Basiswerkzeug

Die klassische Heugabel ist ein unverzichtbares und vielseitig einsetzbares Werkzeug für Landwirte. Allem voran in landwirtschaftlichen Betrieben mit Viehhaltung wird sie gerne zum Einfüttern der Tiere verwendet. Doch auch im Garten ist sie als Werkzeug vielseitig einsetzbar, zum Beispiel kann die Heugabel dazu verwendet werden, um das Laub im Herbst aus dem Garten wegzutragen oder das geschnittene Gras in die Schreibtruhe zu heben.

Die Heugabel kann genutzt werden um:

  • Heu und Stroh in Stallungen einzustreuen / zu entfernen.
  • Loses Material (Stroh, Heu, Gras, Laub etc.) zu verteilen / wegzutragen.
  • Leichte Lasten (z.B.: kleine Heuballen) über Zäune und Mauern zu heben.

Aus belastbaren Materialien geformt und perfekt für die zahlreichen Arbeitsabläufe, die mit einer Heugabel erleichtert werden können, ausgelegt, erleichtert die Heugabel gezielt, mühsame Arbeiten und spart so effektiv Zeit und Kraft.

Wie viele Zinken hat eine Heugabel?

In früheren Zeiten erkannte man die Heugabel an der Anzahl ihrer Zinken. Zwei bis drei Zinken, mehr hatte früher das vielseitig einsetzbare Werkzeug nicht. Heute sieht das ein wenig anders aus, denn eine Heugabel kann aus mehreren Zinken bestehen. Gängige Varianten verfügen über zwei, drei oder vier Zinken. Die einzelnen Zinken sind gebogen und in der Regel aus hartem Stahl gefertigt. Der Stiel besteht in der heutigen Zeit meistens aus dem klassischen Material Holz, belastbaren Plastikverbundstoffen oder hoch belastbarem Edelstahl.

Die Unterschiede zu einer Mistgabel

Oftmals wird die Heugabel fälschlicherweise mit der Mistgabel verwechselt. Grund für diese Verwechslung ist oftmals der Glaube, dass beide Geräte grundsätzlich gleich in Aufbau und Funktionsweise sind. Doch dem ist nicht so.

Der entscheidende Unterschied ist die Anzahl der Zinken. Eine klassische Mistgabel hat mindestens vier, in der Regel jedoch fünf Zinken. Zudem besitzt die Mistgabel einen dickeren und kürzeren Stiel, der gerade (also ohne Krümmung) geformt ist. Die Heugabel hingegen hat weniger Zinken und in der Regel eine leichte Krümmung an den Zinken wie auch dem Stiel.

Die Unterschiede im Überblick:

Die Heugabel hat: Die Mistgabel hat:
2 bis 4 Zinken mind. 4 Zinken
Leicht gebogene Zinken Gerade nicht gebogene Zinken
Einen langen / dünnen Stiel Einen kurzen / dicken Stiel

Anhand dieser einfachen Unterschiede können selbst Laien jederzeit eine Heugabel von einer Mistgabel unterscheiden. Denn allein die Länge des Stiels, die Formgebung der einzelnen Zinken und natürlich die Anzahl der Zinken ermöglichen die Unterscheidung. Zudem wirken sich die Unterschiede auch spürbar auf den Arbeitskomfort aus. Wer schon einmal versucht hat, mit einer Mistgabel anstatt der Heugabel Heu einzustreuen, der wird wissen, wie viel mühsamer diese Arbeit werden kann.

Einsatzbereiche und Verwendung im Alltag

In der Landwirtschaft wie auch in vielen Betrieben mit Tierhaltung zählt die Heugabel noch heute als unverzichtbares Werkzeug. Ob zum Einfüttern der Tiere, dem Einstreuen von Stroh und Heu in Stallungen oder um loses Material mit einem höchstmöglichen Fassungsvolumen von einem Ort zum Nächsten zu bewegen, ohne der Heugabel wäre der Alltag in vielen Betrieben nur schwerlich denkbar.

Klassische Einsatzbereiche sind:

  • Die Nutzung im landwirtschaftlichen Betrieb.
  • Die Nutzung in Betrieben mit Tierhaltung.
  • Die Nutzung in Gärten und landschaftspflegenden Betrieben.

Es sind die vielen Einsatzbereiche dieses vielseitig einsetzbaren Werkzeuges, die zahlreiche Verbesserungen mit sich brachte. Allem voran die ergonomische Formung der Stiele und Griffe, aber auch die Verarbeitung belastbarer und beständiger Materialien veränderte die Heugabel über viele Jahre hinweg. Wo früher noch Holz als Basismaterial für den Stiel herangezogen wurde, findet man heute mehr und mehr belastbare und beständige Materialien wie Edelstahl oder moderne Verbundstoffe.

Allem voran das geringe Gewicht moderner Heugabeln sowie deren ergonomische Gestaltung sorgen in der heutigen Zeit dafür, dass viele Landwirte und Tierwirte bewusst auf ältere Modelle verzichten und sich neue Modelle anschaffen. Unabhängig davon, wie viele Zinken die Gabel letztlich hat, ein stabiler Stil, eine gute Griffmöglichkeit und eine stabile Ausarbeitung des Aufsatzes samt Zinken schaffen eine moderne und komfortable Arbeitsgrundlage für den Einsatz im Stall, auf dem Feld, im Garten oder im Heu- und Strohlager.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer neuen Heugabel achten!

Aus welchem Grund auch immer Sie sich für den Kauf eines neuen Modells entscheiden, wichtig ist die Kaufentscheidung nicht übereilt zu treffen. Wichtige Faktoren wie die Verarbeitung und grundlegende Qualitätsstandards aber auch die Formgebung der Gabel entscheiden darüber, wie zufrieden sie im alltäglichen Einsatz sein werden. Aus diesem Grund könnten auch für Sie die folgenden Kaufkriterien wichtige Entscheidungshilfen darstellen.

Zwei, drei oder vier Zinken?

Gerade für den professionellen Einsatz der Heugabel, ist die Entscheidung für ein Modell mit zwei, drei oder vier Zinken entscheidend. Denn für manche Aufgaben braucht es schlicht weg mehr Zinken als für andere. So also sollten Sie sich zunächst fragen, für welche Aufgaben sie ihre neue Heugabel einsetzten wollen und wie viele Zinken für diese Einsatzbereiche von Vorteil wäre. Grundsätzlich gilt:

  • Für Arbeiten in Lageräumlichkeiten eigenen sich zwei Zinken am besten.
  • Für den Einsatz im Stall zum Einstreuen oder Ausmisten sind drei bis vier Zinken von Vorteil.
  • Für die Arbeit im Garten sollten es in jedem Fall vier Zinken sein.

Wenn Sie Ihre neue Heugabel vielseitig einsetzten, möchten, ist unserer Erfahrung nach eine Gabel mit vier Zinken die beste Wahl. Denn so können Sie Ihre neue Heugabel für einfach jeden Einsatzbereich verwenden, ohne hierbei auf wichtige Vorteile dieses Geräts verzichten zu müssen.

Stiellänge und Material – wie lang sollte die Heugabel sein?

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Stiellänge sowie das Material, aus dem der Stiel gefertigt wird. Grundsätzlich gilt bei der Auswahl der Länge, dass diese an die Körpergröße angepasst werden sollte. Dies entlastet den Körper während der Arbeit und wirkt sich positiv auf die alltägliche Arbeit aus.

Unser Tipp für Sie!
Bedenken Sie bei der Auswahl der passenden Stillänge, dass diese mit einem einfachen Test leicht gefunden werden kann. Stellen Sie sich aufrecht hin und winkeln Sie den Arm im rechten Winkel ab. Wenn sie nun ohne Probleme das obere Stielende komfortabel greifen können, ist die Stillänge perfekt für ein gesundes und ergonomisches Arbeiten im Alltag gewählt.

Bezogen auf das Material gilt es natürlich einerseits individuelle Vorlieben zu berücksichtigen, andererseits aber auch die Anforderungen der zu leistenden Arbeiten. Klassisches Material für den Stil ist und bleibt Holz, jedoch gibt es die Heugabel längst auch aus belastbarem Edelstahl oder modernen Verbundstoffen. Letztere eignen sich eher für den Einsatz im Garten, da ein „Plastikstiel“ im Zweifel bei schweren Lasten sehr schnell Schaden nehmen könnte.

Ergonomische Griffe, Teleskopfunktionen und weitere Extras

Natürlich gibt es auch bei der Heugabel so manche „Extras“ die mit Arbeitserleichterungen locken. Der ergonomische Griff ist hierbei in jedem Fall ein Vorteil im alltäglichen Einsatz. Teleskopstangen hingegen haben sich bislang noch nicht bewährt, wenn es darum geht, Heu und Stroh einzustreuen oder loses Material zu bewegen. Unserer Meinung nach ist nur die ergonomische und rutschfeste Griffgummierung ein Extra, dass im Alltag viele Vorteile mit sich bringen wird.

Die besten Heugabeln im direkten Vergleich

Doch welche Heugabel ist nun die Beste und ist teuer wirklich immer gleich besser? Wir haben uns einmal die beliebtesten Modelle genauer angesehen und schnell unsere persönlichen Testsieger für die Bereiche Landwirtschaft und Garten sowie im Bereich klassisch und modern gefunden. Und das sind sie, die unserer Meinung nach besten Heugabeln.

TRIUSO Heugabel mit 2 Zinken

TRIUSO Heugabel mit 2 Zinken

Unser erster Testsieger besticht durch hochwertige Verarbeitung und einen überraschend günstigen Preis. Für gerade einmal rund 20,00 Euro erhält man aus dem Hause TRIUSO eine Heugabel mit 2 Zinken und stabilem Eschenstiel mit einer Länge von 135 Zentimeter. Perfekt für den Einsatz im Heu- und Strohlager ist diese Heugabel ein echtes Schnäppchen, das natürlich auch abseits der Heulagerung gute Dienste im arbeitsreichen Alltag liefert.

Vorteile Nachteile
  • günstiger Preis
  • Eschenstiel 135 cm
  • 2 Zinken

 

ACERTO 40205 Heugabel aus Holz

ACERTO 40205 Heugabel

Unser nächster Testsieger besticht durch die Verbindung aus klassischer Heugabel und modernen Qualitätsstandards. Aus Buchenholz handgefertigt, bietet diese Heugabel aus Ungarn eine belastbare Grundlage für alle Einsatzbereiche der Heugabel. Für einen Preis von rund 40,00 Euro ist der Preis zudem überraschend günstig, immerhin handelt es sich bei der ACERTO 40205 um eine handgefertigte Heugabel aus hochwertigem Buchenholz. Die Haltbarkeit dieses Gerätes ist also entsprechend hoch, da Buchenholz überaus belastbar und robust ist. Wunderschön anzusehen und vielseitig einsetzbar verbindet dieses Modell eine klassische Bauweise mit modernen Akzepten.

Vorteile Nachteile
  • handgefertigt
  • aus Buchenholz gefertigt
  • 3 Holzzinken
  • keine nennenswerten

 

Bellota 905-9 MA Heugabel

Bellota 905-9 MA

Unser letzter Testsieger ist die FSC zertifizierte Bellota 905-9 MA Heugabel für den professionellen Einsatz in Stallungen und landwirtschaftlichen Betrieben. Sie ist eine echte Ausnahme unter den klassischen Heugabeln, dass sie über mehrere Zinken verfügt und mit einem klassischen T-Griff versehen ist. Perfekt um große Mengen Heu und Stroh einzustreuen oder aber Stallungen auszumisten, ist dieses Modell eine überaus reizvolle Kombination aus Heu- und Mistgabel und stellt somit für den Preis von rund 85,00 Euro ein durchaus empfehlenswertes Allroundwerkzeug für den professionellen landwirtschaftlichen Alltag dar.

Vorteile Nachteile
  • FSC zertifiziert
  • T-Griff
  • Breiter Aufsatz / viele Zacken
  • Kaufpreis

 

Heugabel kaufen – Unser Fazit rund um die Heugabel

Früher wie heute gilt die Heugabel als unverzichtbares Werkzeug im landwirtschaftlichen Alltag. Grundsätzlich einfach in ihrem Aufbau und kinderleicht zu bedienen, ermöglicht sie das effektive und schnelle Einstreuen von Heu und Stroh, das kompakte Entfernen von verdreckten Einlagen in Stallungen und natürlich vieler weiterer Aufgaben im Garten, auf dem Feld und auf dem Hof.

Ø Preis22,99€49,99€85,30€
Zinken23mehrere
StielmaterialEscheBuchekeine Angabe
Stiellänge135 cm160 cm128 cm

Doch natürlich hat auch die Heugabel einen Wandel erlebt, der beim Kauf neuer Modelle schnell einmal offensichtlich wird. Reine Holzgabeln findet man nur noch in besonderen Produktserien, die nicht selten handgefertigt werden. Auch die Anschaffung an sich ist modern und zeitgemäß geworden. Heutzutage kann die Heugabel aus Holz oder aus Edelstahl bequem im Internet gekauft werden und wird dann direkt nach Hause geliefert. Es braucht also keine Baucenter mehr, um die alte Gabel auszusortieren und die Arbeit mit einer neuen und hochwertig gefertigten Heugabel mit frischem Elan anzugehen.

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