Wer die alltäglichen Herausforderungen des landwirtschaftlichen Alltages ohne unnötige Defekte an Traktor, Anhänger und Co bewältigen möchte, der sollte in jedem Fall getreu einer altbekannten und doch unverkennbar wahren Weisheit handeln. „Wer gut schmiert, der gut fährt!“ Denn ja, ohne eine ausreichende Versorgung wichtiger Verbundteile mit Schmieröl, wird selbst der teuerste und beste Traktor irgendwann einmal untätig auf dem Feld stehen bleiben. Doch das Schmieren von Radlagern, Ketten und Gelenken ist keine allzu angenehme Aufgabe. Hilfreich ist da allemal eine Fettpresse, doch welche ist die Beste?


Die Fettpresse – nützliches Hilfsmittel im landwirtschaftlichen Alltag

Die klassische Fettpresse darf in keinem landwirtschaftlichen Betrieb fehlen. Sie erleichtert das regelmäßige Schmieren diverser Fahrzeugteile und erhöht somit die Langlebigkeit wichtiger Gerätschaften. Doch per Hand zu schmieren, das ist schon sehr umständlich und genau an diesem Punkt kommt die Fettpresse zum Einsatz. Sie ermöglicht das gezielte und punktgenaue Einfetten und das je nach Presse sogar ohne Verschmutzung der Hände durch das Schmierfett.

Welche Arten von Fettpressen gibt es?

Doch Fettpresse ist nicht gleich Fettpresse. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Modelle von einer Vielzahl von Herstellern. Mal sehr einfach gestaltet für den schnellen und mengentechnisch begrenzten Einsatz, mal in der Luxusausführung mit viel Komfort in der Anwendung und wieder ein anderes Mal kommt mithilfe eins Kompressors oder eines Akkus ganz schön Schwung in die Fettpresse. Längst ist die Fettpresse nicht mehr so schlicht, wie sie einmal war.

Fettpressen gibt es in Form von:

  • Handhebel-Fettpressen
  • Einhand-Fettpressen
  • Druckluft-Fettpressen
  • Akku-Fettpressen

Darüber hinaus gibt es natürlich noch für beinahe jede dieser vier Fettpressenarten die Möglichkeit, die Presse manuell mit dem Schmiermittel zu befüllen oder aber sogenannte Fettkartuschen für eine saubere und schmutzfreie Befüllung zu verwenden. In Zeiten stetig steigendem Umweltbewusstsein gibt es aber natürlich auch nach nachfüllbare Kartuschen die die Vorzüge der Kartuschennutzung mit dem finanziellen Vorteil des Kaufes großer Mengen Schmierfett in Form von Eimern zu verbinden.

Die Handhebel-Fettpresse – der Klassiker unter den Fettpressen

Die erste Variante der modernen Fettpresse muss zu Recht als der Klassiker schlecht hin bezeichnet werden. Denn die Handhebel-Fettpresse findet sich in fast jedem landwirtschaftlichen Betrieb wieder und das aus gutem Grund. Dank einer einfachen und doch effizienten Bauweise ermöglicht diese Fettpresse das gezielte und schnelle schmieren aller wichtigen Teile mit nur wenigen Pressbewegungen. Die Vorteile liegen hierbei klar auf der Hand, denn die Handhebel Fettpresse ermöglicht:

  • Schnelles und punktgenaues Schmieren.
  • Je nach Gerät variable Einstellung der Fettmenge möglich.
  • Überall einsetzbar (am Hof, auf dem Feld, allgemein unterwegs)
  • Platzsparsam und überaus Preisgünstig
  • Je nach Hersteller auch mit Fettkartuschen befüllbar

Es ist die einfache und doch effiziente Handhabung, die die Handhebel-Fettpresse so überaus beliebt macht. Ja natürlich man muss mittels Hebelwirkung das Schmierfett aus dem Behälter / der Kartusche „hochdrücken“ und dafür braucht es zwei Hände. Doch durch die enorme Hebelwirkung dieser Handhebelpresse werden Ketten und Radlager oftmals schon mit einem einzigen Hebel ausreichend gefettet. So wird das mühsame Einfetten am Ende spürbar erleichtert. Vorausgesetzt natürlich, es wird darauf geachtet, dass sich keine Lufteinschlüsse innerhalb der Presse befinden.

Die Einhand-Fettpresse – auf den ersten Blick hin praktisch, in der Praxis eher unvorteilhaft

Eine weitere sehr gängige Form der Fettpresse ist die sogenannte Einhand-Fettpresse. Grundsätzlich der Handhebel-Presse durchaus ähnlich, besticht diese zumindest in der Theorie durch den Vorteil, dass sie mit einer Hand betätigt werden kann und somit immer eine Hand frei bleibt. Die Vorteile dieser Pressenart sind somit:

  • Mit nur einer Hand benutzbar.
  • Je nach Hersteller auch mit Fettkartuschen befüllbar.
  • Je nach Gerät variable Einstellung der Fettmenge möglich.
  • Überall einsetzbar (am Hof, auf dem Feld, allgemein unterwegs)
  • Platzsparsam und überaus Preisgünstig

Doch so praktisch die Einhandpresse auf den ersten Blick hin wirken mag, so mühsam wird das Einfetten im Alltag. Kleine Bereiche lassen sich sicherlich mit einer Einhandpresse vorteilhaft einfetten und platzsparsam ist da Gerät ja alle Mal. Doch wer versucht größere Bereiche mit einer Einhandpresse zu schmieren, der erkennt schnell, wie mühsam diese Aufgabe ist. Durch den, in der Regel eng an der Kartusche liegenden Hebel, lässt sich nur ein minimaler Truck auf das Gerät ausüben. So muss wieder und wieder gedrückt werden, um letztlich jene Leistung zu erhalten, die man mit einer handelsüblichen Handhebel-Presse zu erhalten. Gerade bei häufigem Nachschmieren an arbeitsintensiven Tagen kann das unnötig viel Zeit, Kraft und Mühe kosten.

Die Druckluft-Fettpresse – schnelles schmieren dank Kompressor

Die wohl komfortables Art und Weise Radlager, Ketten und Fahrzeuggelenke zu schmieren ist wohl unbestritten die Schmierung mithilfe einer Druckluft-Fettpresse. Bei dieser Gerätevariante braucht es weder viel Kraft noch viel Zeit. Dank eines Kompressors wird die gewünschte Schmiermittelmenge auf einen kurzen Druck hin ausgebracht und das ganz ohne Einsatz der eigenen Körperkraft. Schneller und effektiver lässt sich Schmiermittel in der heutigen Zeit wahrlich nicht auftragen.

  • Mit nur einer Hand benutzbar.
  • Je nach Hersteller auch mit Fettkartuschen befüllbar.
  • Je nach Gerät variable Einstellung der Fettmenge möglich.

Doch so vorteilhaft die Druckluftfettpresse auch sein mag, sie hat auch ihre Nachteile. Allem voran der benötigte Kompressor macht das Schmieren unterwegs nahezu unmöglich. Man muss schon erst zurück zum Hof fahren, um die Gelenke und Ketten mithilfe der Druckluftpresse zu schmieren. Auch ist der Platzbedarf durch den Kompressor nicht mehr ganz so gering. Doch diese Nachteile müssen nicht dominieren, wenn das Schmieren der Fahrzeuge gut geplant ist und nicht unplanmäßig erfolgen muss.

Die Akku-Fettpresse – Die Zukunft des Schmierens und Fettens?

Die wohl neueste und vermutlich auch zukunftsträchtigste Variante der Fettpresse ist die sogenannte Akku-Fettpresse. Ebenso effektiv wie die Druckluftpresse besticht diese neue Variante durch ihre überaus praktische Nutzbarkeit. Es sind keine Kabel und Schläuche vom Kompressor im Weg, da Gerät an sich nimmt nur wenig Platz ein und kann somit ohne Weiteres beständig im Fahrzeug mitgeführt werden. Mit einem durchschnittlichen Maximaldruck von bis zu 200 Bar gibt es kaum einen effektiveren Weg, um Ketten, Radlager und Verbundstellen effektiv und schnell zu fetten. Entsprechend sehen die Vorteile aus, diese da wären:

  • Je nach Hersteller auch mit Fettkartuschen befüllbar.
  • Je nach Gerät variable Einstellung der Fettmenge möglich.
  • Überall einsetzbar (am Hof, auf dem Feld, allgemein unterwegs)
  • Platzsparsam (keine Kabel und Schläuche nötig)
  • Schnell einsatzbereit / schnelle Arbeitsergebnisse
  • Akkubetrieben (Kein Kompressor nötig)

Doch natürlich hat diese neue Variante auch noch Verbesserungsbedarf, der von so manchem Hersteller auch bereits erfüllt wird. So verfügen die Akkus bereits über eine spürbar bessere „Ausdauer“ als noch vor wenigen Jahren. Dennoch, der Akku muss gut geladen sein, um während der Erntezeit mit diesem Gerät wirklich problemfrei alle nötigen Schmierungen vornehmen zu können.

Tipps für den Kauf – darauf sollten Sie in jedem Fall achten!

Die Vielfalt an möglichen Fettpressen macht es vielen Landwirten gar nicht so einfach, das passende Gerät zu finden. Handhebel oder Einhand, mit Kompressor oder doch lieber mit Akku? Welche Fettpresse passt letztlich besser? Natürlich muss jeder Landwirt letztlich diese Entscheidung selbst treffen, doch ein paar Hilfestellungen und nützliche Tipps für den Kauf einer neuen Fettpresse gibt es natürlich.

Wahl der Fettpressenart – welche Variante soll es sein?

Zunächst sollten Sie sich entscheiden, welche Variante der Fettpresse es sein soll. Dies mag die schwerste aller Entscheidungen im Zuge des Kaufs sein, doch sie ist in jedem Fall gut zu überlegen. Denn wer sich für eine Druckluftpresse entscheidet, der wird diese nur schwerlich am Feld einsetzen können. Eine Einhandpresse hingegen ist überall einsetzbar, doch bei großem Schmierbedarf überaus mühselige zu bedienen. Stellen Sie sich also im Vorfeld folgende Fragen, um die Auswahl ein wenig zu erleichtern:

  • Wo werde ich die Fettpresse verwenden?
  • Wie oft werde ich die Fettpresse verwenden?
  • Lege ich Wert darauf, die Presse einhändig zu bedienen?
  • Möchte ich den nötigen Druck manuell (mit Körperkraft) aufbringen?

Anhand dieser vier Fragen sollte ihnen die grundlegende Auswahl der Geräteart ein wenig leichter fallen. Haben Sie sich dann für eine Art entschieden, gilt es noch zu entscheiden wie die Befüllung aussehen soll.

Wahl der Befüllung – Kartuschen oder manuelle Befüllung?

Es ist ein Thema, an dem sich die Geister oft scheiden. Die Fettkartusche hat viele Vorteile, sie ist einfach in der Handhabung, kann jederzeit im Werkzeugkasten mitgeführt werden und ermöglicht ein sofortiges Nachfüllen der Fettpresse. Doch Kartuschen kosten auch Geld, im direkten Vergleich zum Schmieröl in Eimern erheblich mehr Geld. Zudem muss noch die Entsorgungsfrage bedacht werden oder aber zumindest die Möglichkeit der erneuten Befüllung.

Fettkartuschen ermöglichen:

  • Schnelles Befüllen der Presse
  • Eine einfache Lagerung / Mitführung im Fahrzeug
  • Ggf. die Möglichkeit erneut Befüllt zu werden (keine Kosten für neue Kartuschen)

Die klassische Variante der Befüllung durch den Landwirt erscheint da erheblich kostengünstiger zu sein. Doch so günstig ein Eimer Schmierfett im Baumarkt auch sein mag, da Befüllen ist nicht selten eine mühsame und schmierige Angelegenheit. Denn jedes Mal muss das Fett erst manuell in die Fettpresse gefüllt werden, um diese dann im Anschluss nutzen zu können.

Fettpressen im Test – welche Presse ist die Beste?

Welche Fettpresse ist die Beste? Eine Frage, die viele Landwirte immer wieder einmal beschäftigt und derer auch wir uns gewidmet haben. Unzählige Fabrikate standen zur Auswahl und doch wussten nur unsere drei Testsieger wirklich zu überzeugen. Alle samt haben sie eines gemeinsam, sie sind vergleichsweise günstig, hochwertig verarbeitet und erleichtern die Arbeit spürbar.

Die Presssol Fettpresse von Skandia

Presssol Fettpresse

Unser erster Testsieger kommt aus der Kategorie Handhebel-Pressen. Die Pressol Fettpresse der Marke Skandia besticht durch eine hochwertige Stahlverarbeitung, rutschfester Kunststoffgriffe und der Möglichkeit wahlweise Kartuschen oder loses Fett zu nutzen. Handlich und platzsparsam gebaut verwundert es uns wenig, dass dieses Gerät unter den Bestsellern in Baumärkten und Onlineshops zählt. Denn mit einem Kaufpreis von unter 15,00 Euro liefert diese Fettpresse einfach alles, was es braucht, um schnell Ketten und Radlager zu schmieren.

VorteileNachteile
  • Rutschfeste Gummigriffe
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Wahlweise mit Kartuschen oder losem Fett befüllbar
  • Aus Stahl gefertigt und Silber lackiert
  • Günstiger Preis
  • Zubehör erhältlich
  • Keine nennenswerten

 

Die BGS Einhand-Fettpresse

BGS Einhand-Fettpresse

Unser Testsieger in der Kategorie Einhand-Fettpressen überzeugt mit einer PRO+ Qualität und einer überaus robusten Verarbeitung. Eine lange Lebensdauer scheint bei diesem Gerät nahezu garantiert zu sein und auch die Handhabung ist überaus komfortabel. Befüllbar mit Kartuschen wie auch losem Fett überzeugt dieses günstige Produkt mit einem Kaufpreis von unter 20,00 Euro in jedem Fall.

VorteileNachteile
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Wahlweise mit Kartuschen oder losem Fett befüllbar
  • Günstiger Preis
  • Einzelne Teile schwer ablösbar
  • Kein flexibler Schlauch

 

Die vidaXL Profi Druckluft-Fettpresse

vidaXL Profi Druckluft-Fettpresse

In der Kategorie Druckluftpressen wußte die vidaXL Profi Fettpresse überzeugen. Mit einem Fettvorrat von 12 Litern und einem Eingangsdruck von maximal 9 bar ist diese Druckluftpresse in jedem Fall ein echter Allrounder für den Hof und die Werkstatt gleichermaßen. Einmal angeschlossen und betriebsbereit ist das Schmieren ein Kinderspiel und dank zwei Rollen auch jederzeit von einem Ort zum nächsten transportierbar. Auch preislich weiß die vidaXL Profi zu überzeugen, denn bei einem Preis von rund 100,00 Euro bleiben kaum noch Wünsche offen.

VorteileNachteile
  • Fettvorrat 12 Liter
  • Maximaler Eingangsdruck 9 Bar
  • Abmessungen : Breite 32cm, Tiefe 28cm, Höhe 80Cm
  • hohe Leistungsfähigkeit
  • umgekehrter U-Form Griff
  • transportabel
  • Keine nennenswerten

 

Unser Fazit – Fettpressen erleichtern den Alltag erheblich!

Wer gut schmiert, der gut fährt. Es mag eine alte Weisheit sein und doch hat sie nach wie vor ihren Stellenwert im Alltag. Fettpressen tragen dazu bei, das der Arbeitsalltag auf dem Hof, Feld oder in der Werkstatt erheblich leichter fällt und das schon mit geringen Auslagen. Denn kaum eine Gerätschaft erbringt so viel Leistung bei so geringen Preisen.

Ø Preis12,40€17,95€101,99€
mobil nutzbar?JajaNein
Kartusche nutzbar?JaJaJa
mit losem Fett befüllbar?JaJaJa
Wer heute noch ohne Fettpresse seinen Alltag bestreitet, der sollte dies in jedem Fall ändern. Denn eine gute Fettpresse ist praktisch, nützlich und in jedem Fall ein Garant dafür, Zeit, Mühe und Kraft einzusparen und somit für die wirklich wichtigen Dinge im Alltag zu verwenden.

Weiterführende Links

Testbericht der DLG (PDF)