Was wäre ein Stallgebäude, ohne zentralen Zugang, der von Tieren, Menschen aber auch für Maschinen genutzt werden kann, um so direkt ins Innere der Stallung zu gelangen? Genau, denkbar unvorteilhaft geplant und nur eingeschränkt nutzbar und so ist der zentrale Zugang in Form eines klassischen Stalltores unverzichtbar, wenn es gilt, den Stall wirtschaftlich und effektiv nutzbar zu machen. So also ist das Stalltor ein wichtiges Bauelement, das bestenfalls bereits im Zuge der Stallplanung beachtet wird und den Besonderheiten der Stallnutzung entsprechend gewählt wird. Denn ja, Stalltor ist nicht gleich Stalltor und nicht jede Torart ist für jede Form der Stallnutzung geeignet.

Das Stalltor – zentraler Zugang zum Stallgebäude

Das Stalltor ist das Tor und somit der zentrale Zugang zum Stall. Das sagt uns schon die Bezeichnung dieser besonderen Form einer Tür, die aufgrund ihrer Größe dem Bausegment der Tore zugeordnet wird. Es handelt sich hierbei also um einen Eingang zu einem landwirtschaftlich genutzten Gebäude, welcher aufgrund seiner Größendimension nicht nur von Menschen und Tieren, sondern auch mit den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Maschinen passiert werden kann.

Das Stalltor ist:

  • Ein zentraler Zugang zum Stallgebäude.
  • Ein Zugang der aufgrund seiner Größe für Menschen, Tiere und Maschinen passierbar ist.
  • Ein wichtiges Planungselement der Stallplanung, dass viele Besonderheiten beinhalten.

Grundsätzlich ist das Stalltor somit nichts anderes, als eine klassische Tür, die als Zugang in ein Gebäude genutzt wird und in den verschiedensten Formen erhältlich ist. Doch ganz so einfach ist es in Bezug auf das Stalltor nicht. Denn es gibt Stalltore und es gibt Stalltüren. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen beiden Türformen und warum ist dieser Unterschied in jeder Bauplanung eines Stallgebäudes essenziell wichtig?

Unterschied zwischen Stalltor und Stalltür

Der grundsätzliche Unterschied zwischen dem klassischen Stalltor und einer Stalltüre ist auf den ersten Blick scheinbar nicht sofort ersichtlich. Beide Bauelemente zählen zu den Türformen und sind somit durchaus vergleichbar. Doch der markante Unterschied, der fällt sofort ins Auge wenn auch nur unbewusst. Die Größe.

Die Unterschiede zwischen Tür und Tor findet man:

  • In der maximalen Breite des Türelements.
  • Der maximalen Breite eines Gegenstands, der durch die Tür / das Tor hindurch bewegt werden kann.

Denn ein Stalltor ist in der Regel immer größer als eine Stalltüre und das unabhängig von seiner Bauform. Durch eine klassische Stalltüre mag man sicherlich als Mensch ohne Probleme gehen können und auch so manche Tierart kann eine Stalltüre passieren. Doch, was ist mit ganzen Tierherden, großen Tieren oder aber den landwirtschaftlichen Geräten, die man so manches Mal im Stall benötigt? Genau, die passen nicht durch die normale Türe und so braucht es ein Tor, dass groß genug ist, um Menschen, Tiere und Maschinen passieren zu lassen.

Genau hier findet man den Unterschied zwischen Stalltor und Stalltür. Es ist in der Regel immer die Größe und somit Nutzbarkeit. Ein Stalltor ist somit immer groß genug, um Menschen, Tiere und Maschinen passieren zu Lassen. Die klassische Stalltür hingegen verfügt in der Regel über eine maximale Breite von bis zu 1.250 Millimeter bei einfachen Türen und maximal 2.500 Millimeter bei Doppeltüren. Stalltore hingegen können bis in ihrer Breite zu 4 Meter bei Standardabmessungen und bis zu 6 Meter bei Sonderanfertigungen betragen.

Tor ist nicht gleich Tor – Stalltorarten im Überblick

Stalltore sind unverzichtbare Zugänge zum Stallgebäude. Ohne sie könnte man weder uneingeschränkt den Stall nutzen, noch diesen vor unerwünschten Besuchern in Form von wilden Tieren schützen und auch die im Stall gehaltenen Tiere würden sich schwerlich dauerhaft im Stall aufhalten. Doch nicht jedes Stalltor ist gleich, es gibt verschiedene Arten von Stalltoren und so gilt es bereits in der frühen Planungsphase des neuen Stallgebäudes zu berücksichtigen, welche Stalltorvariante die beste Nutzbarkeit im Alltag ermöglichen wird und somit nötig ist, um den Stall über Jahrzehnte hinweg nutzen zu können.

Das klassische Stalltor – einfaches Tormodell als Basisvariante

Allem voran in früheren Jahrzehnten war die klassische Stalltorvariante in Form eines einzelnen Tors die meist genutzte Form des Stalltors schlecht hin. Grundsätzlich absolut identisch mit einer einfachen Türe im Aufbau, war und ist die große Besonderheit es klassischen Stalltors ihre Abmessung. Denn auch einfache Stalltorvarianten können eine Breite von bis zu 1,5 Meter einnehmen.

Das klassische Stalltor ist:

  • Ein Zugang mit einem einzelnen Torelement.
  • Optisch und in seiner Funktionsweise mit klassischen Türen vergleichbar.

Der Vorteil des klassischen Stalltors liegt klar in dessen einfacher Bauweise und somit kostengünstigen Anschaffung. Das einzelne Torelement wird durch einen Torrahmen im Mauerwerk fixiert, um dann das einzelne Torsegment in die entsprechenden Verankerungen einzusetzen. Ähnlich einer normalen Tür im privaten Wohnumfeld kann nun das Stalltor jederzeit geöffnet oder geschlossen werden. Zudem ist es möglich, dieses Torsegment mit modernen Aspekten aufzuwerten. So kann eine elektrische oder motorbasierte Mechanik die automatische Öffnung und Schließung des Tors mittels Funkbefehl oder Zeitschaltung ermöglich. Zudem kann eine sensorgesteuerte Sicherheitsfunktion verbaut werden, die das Schließen oder Öffnen des Tores immer dann verhindert, wenn Gegenstände, Menschen oder Tiere dadurch Schaden nehmen könnten.

Nachteil dieser Torvariante für den Stall ist klar deren etwas umständliche Funktionsweise. Denn ein einzelnes Tor das bis zu 1 Meter Breite einnehmen kann, erforderte ausreichend Freiraum um es öffnen und schließen zu können. Entsprechend muss der Türradius bemessen sein, was wiederum die Nutzfläche der Stallanlage spürbar einschränken kann. Zudem erfordert das Tor mit zunehmender Breite des Tores, mehr Kraft um es öffnen und schließen zu können.

Das Doppeltor – zwei Torflügel für eine bedarfsorientierte Nutzung

Eine der mit Abstand bekanntesten Formen des Stalltores ist das klassische Doppeltor, das auch als Flügeltor bezeichnet wird und eine maximale Nutzbarkeit bietet, ohne hierbei die Stallfläche unnötig zu reduzieren. Ob im Pferdestall, im Kuhstall oder aber für kleinere Stallungen mit Geflügel und Kleintieren, das Doppeltor findet man beinahe bei jedem zweiten Stallgebäude und das aus gutem Grund.

Das Doppelttor ist:

  • Ein Zugang mit zwei Torelementen.
  • Eine Torvariante die auch als Flügeltor bezeichnet werden kann.
  • Eine Torvariante die viele Vorteile in der alltäglichen Nutzung bietet.

Die Vorteile eines Doppelstalltors liegen klar auf der Hand. Mit einer durchschnittlichen Torbreite von bis zu 4 Metern (bei Sonderanfertigungen bis zu 6 Metern) ermöglicht das Doppeltor eine maximale Nutzbarkeit der Stallfläche, ohne hierbei mehrere Tore nutzen zu müssen. So können selbst größere Gerätschaften und landwirtschaftliche Maschinen problemfrei in den Stall ein wie auch aus dem Stall ausgefahren werden und auch große Tierherden können ohne Unruhe unter den Tieren in den Stall ein und ausgehen. Natürlich kann in der heutigen Zeit auch das Doppeltor mit diversen Ausrüstungsmerkmalen erweitert werden. Automatisch betriebene Tore, Sensoren, die zur Sicherheit den Torradius überwachen und natürlich moderne Schließmechanismen sind nur einige der vielen modernen Ausstattungsmerkmale, die im Zuge eines Doppeltors verbaut werden können.

Jedoch birgt auch das Doppelstalltor so manchen Nachteil. Da wäre zum einen die durchaus nötige Kraft, die es braucht, um die beiden Flügeltüren zu öffnen. Zum anderen bedarf ein Doppeltor nicht nur der entsprechenden Abmessung, sondern auch der doppelten Freifläche, die nötig ist um beide Flügel des Tores zu öffnen. Der Platzbedarf vor dem Stalleingang ist somit enorm und kann dauerhaft auch nicht von anderen Bauelementen (zum Beispiel einem Brunnen) genutzt werden.

Das Schiebestalltor – maximale Effizienz mit modernen Aspekten

Praktisch in seiner Funktionsweise, einfach in seiner Handhabung und mit Abstand am platzsparsamsten einzusetzen, das ist das Schiebestalltor. Längst gilt diese Torvariante als die effizienteste Form des Stalltors unserer Zeit und so verwundert es wenig, dass mehr und mehr Landwirte sich bewusst gegen klassische Torformen und für das Schiebetor entscheiden. Denn die Vorteile sind vielseitig und Nachteile birgt diese Torform fast keine.

Das Schiebestalltor ist:

  • Eine Torvariante die überaus platzsparsam einsetzbar ist.
  • Eine Torvariante bei der das Tor am Gebäude entlang auf- / zugeschoben wird.
  • Eine Torvariante die viele Vorteile in der alltäglichen Nutzung bietet.

Die Vorteile des Schiebestalltors liegen bereits auf den ersten Blick klar auf der Hand. Dank des Schiebesystems braucht es weder einen Schließradius noch großer Freiflächen vor dem Stall. Das Tor versenkt sich sozusagen direkt an der Stallwand entlang in einem festmontierten Schienensystem, das zudem dafür Sorge trägt, dass selbst große Abmessungen ohne übermäßigen Kraftaufwand bewegt werden können. Zudem ist natürlich auch diese Torvariante mit zahlreichen Extras auswertbar. Eine automatische Bedienung mittels Funksignale, Knopfdruck oder aber via Zeitsteuerung ist ebenso möglich, wie eine stufenweise Öffnung je nach Bedarf.

Auf der Seite der Nachteile gibt es kaum spürbare Beeinträchtigungen, die diese Torform mit sich bringt. Denn alles in allem ist das Schiebesystem das effizienteste Torsystem, das derzeit auf dem Markt verfügbar ist. Einzig der etwas arbeitsintensivere Aufbau eines solchen Torsystems kann als Nachteil gewertet werden, da die Tore an sich ab einer gewissen Dimension nur noch mit entsprechenden Maschinen angehoben und in die Führungsschiene eingesetzt werden können.

Torgrößen – gängige Standardgrößen und Sonderanfertigungen

Wie bei allen Bauelementen gibt es auch im Bereich der Stalltore unterschiedlichste Variationen hinsichtlich der Größe und Formgebung der einzelnen Tore. Abseits der farblichen und formgebenden Torgestaltung unterscheidet man Stalltore nach deren Größe. Grundsätzlich gibt es diese in den sogenannten Standardgrößen und in individuellen Abmessungen, die in Form von Sonderanfertigungen verkauft werden.

Die Größe von Stalltoren:

  • Wird in Zentimeter oder Millimeter angegeben (herstellerabhängig)
  • Wird in der Regel gemäß den geltenden Din Normen reguliert
  • Ist bei Sonderanfertigungen nicht genormt (individuelle Maßtore)

Grundsätzlich werden Tore aller Art, also auch für den Stallbau somit gemäß der geltenden Normen angefertigt und verfügen somit über feste und gleichbleibende Abmessungen. Dies ermöglicht eine sehr einfache und kompakte Planung der Tore, da die Standardmaße europaweit gleichbleibend sind. Dennoch bietet der Markt zudem sogenannte Sonderanfertigungen für den individuellen Bedarf. Hierbei wird zwar noch immer das Norm Maß als Grundlage verwendet, die exakten Abmessungen des Tors sind dann jedoch individuell ausgelegt und weichen damit in der Regel spürbar von den Normwerten ab. Grundsätzliche Standardabmessungen von Stalltoren sind mitunter:

  • 4.000 x 1.750 mm
  • 4.700 x 1.600 mm
  • 4.000 x 1.200 mm
  • 4.000 x 1.500 mm
  • 3.180 x 1.590 mm
  • 3.570 x 1.100 mm
  • 3.500 x 1.500 mm

Viele Hersteller fokussieren sich jedoch gezielt auf die Fertigung von Sonderanfertigungen, die bezogen auf Höhe und Breite, aber auch auf die Formgebung vollumfänglich den individuellen Anforderungen der Landwirtschaft angepasst werden. Preislich sind diese Tore natürlich höherwertig, jedoch ermöglichen sie auch eine bestmögliche Raumnutzung durch exakte Abstimmung des Tors auf den geplanten Stall.

Stalltore planen und kaufen – worauf sollte in jedem Fall geachtet werden?

Der Stallbau ist an sich schon eine Aufgabe, die voraussetzt, dass all die vielen kleinen Details beachtet und korrekt eingeplant werden. Vom Fundament und dem richtigen Standort des neuen Stalls bis hin zum passenden Stalltor will vieles beachtet werden und so manches Mal wirkt es beinahe so, als wäre das Stalltor die kleines und womöglich sogar unwichtigste Planungsmaßnahme. Doch so ist es nicht, viele wichtige Aspekte müssen beachtet werden, wenn es gilt, das Stalltor zu planen und letztlich zu verbauen.

Auswahl und richtige Planung des Stalltors

Alles beginnt bei der grundsätzlichen Planung somit die Auswahl des Tormodells. Neben den bereits von uns ausführlich beschriebenen Torarten gibt es natürlich noch viele weitere Modelle mit mehreren Flügeln oder Besonderheiten. Die Auswahl des gewünschten Tores ist somit weder leicht noch sollte sie leichtfertig getroffen werden.

Grundsätzlich sollte das passende Stalltor anhand der bereits vorliegenden Planungsgrundlage und somit des Grundrisses des neuen Stalls ausgewählt und positioniert werden. Ein erfahrener Bauplaner bietet hierbei den Vorteil, alle relevanten Vorteile und Besonderheiten der Torplanung zu kennen und somit eine bestmögliche Nutzbarkeit zu erhalten. Unser Rat an alle Leser ist somit, lassen Sie auch das Stalltor professionell planen, um so eine bestmögliche Nutzbarkeit ihres Stalls zu erhalten. Wichtige Aspekte im Zuge der Auswahl, Positionierung und Planung des Stalltors sind mitunter:

  • Wo ist der bestmögliche Zugang zum Stall?
  • Welche Torvariante bietet die beste Nutzbarkeit für die künftige Stallnutzung?
  • Welche Torabmessungen sind nötig, um den Stall wie gewünscht nutzen zu können?
  • Müssen im Bereich des Stalltors Freiräume eingeplant werden und wenn ja in welcher Abmessung?
  • Sind für das gewünschte Tormodell zusätzliche Bauaspekte wie eine Stromversorgung nötig und wenn ja wie können diese am besten geplant und umgesetzt werden?

Ein weiterer wichtiger Rat an dieser Stelle wäre die Planung vor dem Kauf. Anhand der Herstellerinformationen lässt sich das Tor bereits lange vor dem eigentlichen Kauf in den Planungsprozess einbinden und man kann mithilfe der erfahrenen Planungsprofis genau abschätzen, ob das gewählte Modell wirklich den gewünschten Nutzungswert mit sich bringen wird. So verhindert man gezielt einen Fehlkauf und kann wahlweise während der Planungsphase noch andere Modelle in Betracht ziehen.

Gebraucht oder Neuwertig – der Kauf des Stalltors

Nachdem die Stallplanung abgeschlossen ist und das ausgewählte Modell nachweislich passend ist, kann es an den Kauf gehen. Grundsätzlich ist der Kauf eines neuwertigen Stalltors direkt beim Hersteller natürlich immer empfehlenswert, denn hier erhält man nicht nur hochwertige und neuwertige Qualität zum fairen Preis, sondern eben auch eine Garantie, die im Falle von Produktionsmängeln eine wichtige Absicherung für den Landwirt darstellen kann.

Doch der Neukauf ist nicht zwingend notwendig. In Zeiten der Gebrauchtwarenbörsen und des Internets findet man auch hochwertige gebrauchte Stalltore zu überaus günstigen Preisen auf dem Gebrauchtmarkt. Hierbei sollte man jedoch immer bedenken, dass man das Tor zum Teil noch selbst abmontieren, transportieren und wieder erneut montieren muss. Wer sich an diesen Arbeiten jedoch nicht stört, der kann bis zu 80 Prozent im direkten Vergleich zum Neupreis einsparen, indem er sich bewusst für ein gebrauchtes Stalltor entscheidet. Jedoch sollte man hierbei immer bedenken, dass gebrauchte Stalltore meist nicht so viele Jahre erhalten werden, wie neuwertige oder gar gänzlich neue Tore.

Vorteile von neuen StalltorenVorteile von gebrauchten Stalltoren
  • In der Regel mittels Fördermittel finanzierbar.
  • Leicht in der Stallplanung zu berücksichtigen.
  • Ohne Mehraufwand während der Bauarbeiten einsetzbar.
  • Neuwertige Qualität und lange Nutzbarkeit gewährleistet.
  • In der Regel mit Sonderausstattungen kombinierbar.
  • Meist günstiger in der Anschaffung.
  • Mit wenig Mehraufwand in der Stallplanung zu berücksichtigen.
  • Je nach Alter gute Qualität mit zeitlich absehbarer Nutzbarkeit.
  • Zum Teil nur mit Mehraufwand einbaubar.

 

Letztlich ist es natürlich immer eine Ermessensentscheidung, ob die Planung professionell erfolgt oder aber in Eigenregie und ob neue oder gebrauchte Tore verwendet werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass ein Stalltor stabil verbaut wird und somit in der alltäglichen Nutzung uneingeschränkt nutzbar ist und bleibt. Allem voran bei Schiebetoren ist es zudem nötig, zumindest einmal im Jahr die Führungsschienen des Tores zu warten und somit dafür Sorge zu tragen, dass diese nicht durch Schmutz oder Witterungseinflüsse nach und nach ihre Nutzbarkeit einbüßen. Das Stalltor an sich ist somit ein grundsätzliches, unverzichtbares und doch auch vielseitiges Bauelement aller Stallarten, das mit seinen ganz eigenen Besonderheiten glänzt und entsprechend Aufmerksamkeit im Zuge der Stallplanung erhalten sollte.

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Stalltor

Das Stalltor als zentraler Zugang zum Stall ist unverzichtbar. Es ermöglicht den Zugang zum Stall und soll hierbei weder einengen noch die Produktivität des Betriebs schmälern. Entsprechend vielseitig sind die Fragen die uns immer wieder zum Thema Stalltorplanung erhalten. Um allen Landwirten auf der Suche nach Antworten ein wenig unter die Arme greifen zu können, folgen nun die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Stalltor…

Gibt es eine maximale Breite für Schiebetore und wenn ja wie groß ist diese?

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass die maximal zulässige Breite eines Stalltors (unabhängig von dessen Bauweise) immer ein Stück weit von der Statik des Stalls abhängig ist. Die maximal zulässige Breite eines Schiebetors kann somit schwerlich pauschal benannt werden. Um die tatsächliche Breite, die als maximaler Wert möglich ist festzustellen, empfehlen wir eine Statik Berechnung durch ein Planungsbüro vornehmen zu lassen. Bezogen auf die Torbreite an sich (ohne Fokus auf die Statik des Stallgebäudes) kann gesagt werden, dass selbst übergroße Breiten möglich sind, wenn das Schiebetor einfach aus mehreren Segmenten besteht. Derartige Tore stellen dann jedoch in der Regel eine Sonderanfertigung dar und können nur sehr selten als Standardtor gekauft werden.

Wie Teuer sind automatische Stalltore mit Funkempfänger?

Die Preise für Stalltore an sich sind immer Hersteller und produktabhängig. Grundsätzlich gilt, je größer das Tor und je ausgefeilter die Extras, umso teurer wird die Anschaffung werden. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass die namhaften Hersteller von Stalltoren in der heutigen Zeit für automatische Öffnungs- und Schließsysteme nur noch einen geringen Aufpreis auf neuwertige Tore berechnen. In Zeiten von technischen Lösungen ist die Funksteuerung des Stalltors längst kein unbezahlbares Extra mehr.

Ein Tor im Tor verbauen – ist das eine Sonderanfertigung?

Grundsätzlich ja, wobei es natürlich bereits einige Torsysteme gibt, die eine Türe im Tor vorweisen. Je nach Hersteller und Produktlinie kann es jedoch sein, dass die Türe im eigentlichen Stalltor als Sonderanfertigung erst noch eingebracht werden muss und entsprechend mit höheren Anschaffungskosten zu rechnen ist.

Gibt es Förderungen für die Modernisierung der Stalltore?

Es gibt durchaus Fördermittel von Bund, Land und der Europäischen Union, die im Zuge eines Neubaus wie auch einer Modernisierung zumindest einen Teil der Kosten der Stalltore finanzieren können. Welche Fördermittel hierfür unter welchen Voraussetzungen verwendet werden können und wie diese beantragt werden müssen, kann in der Regel telefonisch wie auch schriftlich beim Bundesministerium für Land – und Forstwirtschaft erfragt werden.

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