Ob auf dem eigenen Hof, im Garten oder aber in der Werkstatt, das Sandstrahlen wird vielerorts mit der Bearbeitung von Metall assoziiert. Immerhin ist das Sandstrahlen doch dazu gedacht, Metalle und Bleche unterschiedlichster Art von Rost und Verschmutzungen zu befreien und wenn gewünscht die Oberfläche aufzurauen, damit später die Lackierung besser hält. Doch wer denkt, es könnten nur Metalle und Bleche mit dem Sandstrahlgerät bearbeitet werden, der irrt. Auch Holz lässt sich problemfrei und punktgenau mit einem Sandstrahlgerät von Verschmutzungen aller Art oder Lackresten befreien und natürlich für eine weitere Bearbeitung vorbereiten. Worauf Sie hierbei unbedingt achten sollten, welche Ausrüstung Sie für das Holz Sandstrahlen benötigen und welche Tricks und Kniffe Ihnen die Arbeit erleichtern kann, all das und mehr erfahren Sie jetzt…

Das Sandstrahlen von Holz – grundsätzliches Know-How

Das Sandstrahlen ist eine überaus vorteilhafte und zudem effiziente mechanische Methode um eine Oberfläche von festsitzenden Verschmutzungen zu reinigen oder aber das Werkstück für eine weitere Bearbeitung vorzubereiten. Unabhängig vom zu bearbeitenden Material, ist diese Arbeitsmethode somit ein Vorgang, der ein überaus effektives Arbeitsergebnis ermöglicht und hierbei einen vergleichsweise geringen Arbeitsaufwand mit sich bringt.

Doch wenn man sich dem Sandstrahlen von Holz widmet, gilt es einige grundsätzliche Aspekte zu beachten, die sich in erster Line durch das zu bearbeitende Material Holz ergeben. Denn Holz ist bei Weiten nicht so beständig, widerstandsfähig und belastbar wie Stahl, diverse Metalle oder aber auch Blech. Als natürlicher Werkstoff ist Holz empfindsamer und somit weit empfänglicher für die Wirkung des aufgestrahlten Sandes. Aus diesem Grund eignet sich das Sandstrahlen nicht für alle klassischen Einsatzbereiche des Sandstrahlens, jedoch kann das Sandstrahlen von Holz für folgende Zwecke genutzt werden:

  • Reinigung von Holzoberflächen
  • Verbesserung der natürlichen Holzoptik
  • Vorbereitung für die weitere Bearbeitung (Lasieren, Lackieren etc.)

Zudem kann Holz auf unterschiede Arten bestrahlt werden. Neben den klassischen Formen des Sandstrahlens mittels Kompressor und Druckluft, bieten sich auch weitere Formen des Sandstrahlens an, um angepasst an das zu bearbeitende Holz bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. So also stehen folgende Arten des Sandstrahlens für die Bearbeitung von Holzoberflächen zur Auswahl:

  • Das Sandstrahlen mit Druckluft (Kompressor)
  • Das Sandstrahlen mit Niederdruck-Strahltechnik
  • Das Nassstrahlen mit einem Hochdruckreiniger
  • Das Trockeneisstrahlen

Welche Form des Sandstrahlens letztlich gewählt wird, sollte in jedem Fall von der zu bearbeitenden Fläche wie auch der Holzart an sich sowie dessen Zustand abhängig gemacht werden. Für stark verwitterte oder vergleichsweise instabile Holzoberflächen bietet sich das Trockeneisstrahlen an, da dies weniger Druck erzeugt und somit die empfindsame Holzoberfläche nicht unnötig belastet. Soll eine alte Lackschicht von einer stabilen Holzoberfläche entfernt werden, bietet sich hierfür das klassische Sandstrahlen mit Kompressor oder aber das Niederdruck-Sandstrahlen an, da hier die beste Schleifleistung entfaltet wird. Für das Reinigen von überschaubaren Holzflächen von Witterungsrückständen und Umweltverschmutzungen ist und bleibt das Nassstrahlen die beste Arbeitstechnik, da hier die Oberfläche geschont wird, während das Holz bestmöglich von Schmutz und Anhaftungen gereinigt wird.

Sandstrahlen von Holz – Effizient, einfach und bedarfsorientiert nutzbar!
Man sieht je nach Holzart, Zustand und Beschaffenheit des Holzes und der Arbeitsfläche gibt es bestimmte Sandstrahltechniken, die vorteilhafter oder aber mit Nachteilen behaftet sind. Bevor Sie sich an die Arbeit machen sollten Sie aus diesem Grund die passende Technik für Ihren Bedarf ermitteln.

Strahlgut und Körnung – Worauf gilt es bei der Auswahl zu achten?

Unabhängig davon, warum Sie eine Holzoberfläche mittels Sandstrahlen bearbeiten möchten, die Auswahl des Strahlgutes sowie dessen Körnung ist ein wichtiger Schlüssel zum bestmöglichen Arbeitsergebnis. Denn letztlich ist das Strahlgut die Grundlage für die Wirkung des Sandstrahlens und allem voran in Verbindung mit einem natürlichen Material wie Holz kann zu hartes oder zu grobes Strahlgut schnell dazu führen, dass das Sandstrahlen das Holz massiv und sichtbar schädigt oder aber gar einen Schaden erzeugt, der nur durch einen Austausch der geschädigten Holzfläche zu beheben wäre. Die Auswahl des passenden Strahlgutes wie auch dessen Körnung ist somit unverzichtbar für ein zufriedenstellendes und qualitativ hochwertiges Arbeitsergebnis.

Welche Arten von Strahlgut sind für das Sandstrahlen von Holz nutzbar?

Strahlgut

Für das Sandstrahlen von Holz kann unterschiedlichstes Strahlgut genutzt werden!
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Die wichtigste Voraussetzung für das Sandstrahlen ist und bleibt das sogenannte Streugut, ohne welchen das Sandstrahlen nicht denkbar wäre. Beim Sandstrahlen von Holz sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass das gewählte Streugut dem zu bearbeitenden Holz sowie der gewünschten Wirkung entspricht. Denn das falsche Streumittel könnte nicht nur eine zu massive Wirkung entfalten, sondern zudem das Holz nachhaltig in seine Struktur wie auch Stabilität schädigen.

Grundsätzlich stehen für das Sandstrahlen von Holz unterschiedliche Arten von Streumittel zur Verfügung. Jedoch erwiesen sich einzelne davon als besonders vorteilhaft für die Bearbeitung von Holz hierzu zählen mitunter:

  • Glasstrahlperlen
  • Hartgussgranulat
  • Glasgranulat
  • Stahlkies
  • Stahlguss
  • Schrot
  • Trockeneis
  • Granatsand
  • Quarzsand
Achtung! Granatsand entwickelt eine hohe Staubelastung!
Granatsand gilt aufgrund der günstigen Anschaffungskosten und der Möglichkeit, das Strahlgut mehrfach wieder zu verwenden, als das klassische und zugleich beliebteste Strahlmittel im privaten Bereich. Jedoch steht dieses Strahlmittel mit einer erhöhten Staubentwicklung im engen Bezug, wenn Sie sich also für dieses Strahlmittel entscheiden, sollten Sie in jedem Fall auf einen ausreichenden Atemschutz achten!

Grob oder fein – Welche Körnung ist die Richtige für das Holzsandstrahlen?

Neben dem eigentlichen Strahlgut ist natürlich auch die Auswahl der Körnung entscheidend für das Arbeitsergebnis. Je nachdem welche Arbeit sie vornehmen möchten, ist eine normale bis feine Körnung von Nöten. Grundsätzlich kann die Körnung des Strahlmittels wie folgt ausgewählt werden:

Eine grobe Körnung wird genutzt für:

  • Die Reinigung von mittel bis großen Holzflächen.
  • Die Vorbereitung von Hartholz für eine weitere Bearbeitung.

Eine feine Körnung wird genutzt für:

  • Die Reinigung von weichen Holzoberflächen.
  • Die Vorbereitung von Weichholzern für eine weitere Bearbeitung.
  • Die Verfeinerung der Holzoptik von weichem bis hartem Holz.

Zudem sollten Sie bei der Auswahl der Strahlgutkörnung bedenken, dass grobes Strahlgut mit der Zeit von ganz alleine feiner wird. Wenn sie also die Möglichkeit haben, dass Strahlgut mehrfach zu nutzen, können sie die groben und oberflächlichen Arbeiten mit dem groben Strahlmittel vornehmen und im Anschluss das nun etwas feinere Strahlgut erneut verwenden. So sparen sie gezielt Geld und schonen zugleich die Umwelt mit der Wiederverwendung des genutzten Strahlmittels.

ACHTUNG – es muss kein besonderes Holzstrahlgut sein!
In Baumärkten werden oftmals besondere Holzstrahlmittel beworben, die explizit für das Sandstrahlen von Holz konzipiert sind. Obgleich diese Strahlmittel durchaus eine überaus gute und schöne Wirkung entfalten, ist der Kauf dieser vergleichsweise teuren Strahlmittel absolut NICHT nötig! Für den privaten Bereich reichen klassische Strahlmittel absolut, sie müssen diese Mehrkosten also nicht in Kauf nehmen!

Sandstrahlen von Holzoberflächen – so einfach geht’s!

Ist erst einmal die passende Technik für das Sandstrahlen der Holzoberfläche gefunden und zudem auch das passende Strahlmittel in der entsprechenden Körnung besorgt, ist das Sandstrahlen von Holz nur bedingt anders, als das klassische Sandstrahlen von harten Oberflächen wie Metallen und Blechen. Jedoch sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass Holz als natürliches Material weit empfänglicher für die Schleifwirkung des Sandstrahlens ist, als Metalle und Bleche. Wie also geht es, das Sandstrahlen von Holzoberflächen und worauf sollten Sie achten?

Die Reinigung von Holzoberflächen mittels Druckluft und Kompressor

Altes Holz

Selbst stark verwittertes Holz kann mittels Sandstrahlen gereinigt werden!
© Fotolia: pzAxe – 174869639

In den meisten Fällen gilt es, umwelt- und wetterbedingte Verunreinigungen von der Holzoberfläche zu entfernen. Bei dieser Form des Sandstrahlens von Holzoberflächen sollten Sie zunächst einmal in jedem Fall auf das klassische Druckluftsandstrahlen in Verbindung mit einem leistungsstarken handelsüblichen Kompressor zurückgreifen. Zudem sollten Sie scharfkantiges Strahlgut mit einer Körnung von 0,8 bevorzugen. So erhalten Sie eine bestmögliche Wirkung und können selbst große Holzflächen effizient und ohne unnötige Wiederholungen der Streuarbeiten von den Verunreinigungen reinigen.

Für die Reinigung der Holzoberflächen von umwelt- und Wetterbedingten Verschmutzungen benötigen sie also:

  • Ein Sandstrahlgerät mit Druckluftzufuhr.
  • Ein scharfkantiges Strahlmittel (zum Beispiel Hartgussgranulat)
  • Eine Strahlmittelkörnung von ca. 0,8
  • Eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske

Sobald alle für die Arbeit benötigten Utensilien bereitstehen, können Sie sich umgehend an die Arbeit machen. Beginnen Sie zunächst an einer frei wählbaren Ecke der Arbeitsfläche und halten Sie den Strahl des Sandstrahlgerätes für ca. eine halbe Minute auf die ausgewählte Stelle. Danach stellen Sie das Gerät aus und überprüfen die Struktur der gereinigten Fläche. Ist das Ergebnis wunschgemäß, können Sie die Arbeit wie gehabt vorführen und die gesamte Arbeitsfläche von den Verschmutzungen reinigen. War die Druckeinwirkung zu stark und wurde nicht nur der Schmutz abgetragen, sondern auch ein Teil der Holzoberfläche sollten sie den Druck des Sandstrahlgerätes verringern oder (sollte dies nicht möglich sein) die Kontaktzeit des Strahlgutes mit dem Holz reduzieren. Sobald sie das perfekte Verhältnis zwischen Druck und Verweildauer ermittelt haben, können sie die Arbeit endgültig aufnehmen und die Holzoberfläche von den Verschmutzungen vollständig reinigen.

Unser Tipp für Sie
Achten sie auf die Verfärbung des Holzes im gesamten Arbeitsbereich. Farbunterschiede weisen auf eine unterschiedliche Beschaffenheit und Struktur des Holzes hin. Es gilt, je heller das Holz ist, umso weicher ist es und umso empfindlicher wird es auf die Einwirkung des Sandstrahlens reagieren!

Die Reinigung von Holzoberflächen mittels Hochdruckreiniger oder Trockeneis

Wenn die Oberfläche des Holzes sehr empfindlich ist oder aber durch die umwelt- und wetterbedingten Einflüsse hinsichtlich der Stabilität und Belastbarkeit stark beeinträchtigt wurde, sollte in jedem Fall Abstand vom klassischen Druckluftsandstrahlen genommen werden, da dieses das Holz beschädigen würde. Sandstrahltechniken wie das Sandstrahlen mit einem Hochdruckreiniger oder aber das sogenannte Trockeneisstrahlen sind in einem solchen Fall absolut unverzichtbar, da sie schonender sind und das Holz nicht unnötig beschädigen.

Um mithilfe eines Hochdruckreinigers oder Trockeneis die Verschmutzungen von der Holzoberfläche zu entfernen, benötigen Sie grundsätzlich neben der technischen Grundlage (einen Hochdruckreiniger oder aber ein Trockeneis kompatibles Sandstrahlgerät) das passende Strahlmittel, welches vorzugsweise wenig scharfkantig ist (zum Beispiel Glasstrahlperlen) und über eine Körnung von 0,5 bis 0,8 verfügt. Um mit der Arbeit beginnen zu können, benötigen Sie also:

  • Einen Hochdruckreiniger mit Sandstrahlaufsatz / Ein trockeneisgeeignetes Sandstrahlgerät
  • Weniger scharfkantiges Strahlgut / Trockeneis
  • Eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske

Ob nun mittels Hochdruckreiniger oder Trockeneis, die Reinigung von umwelt- und wetterbedingten Verschmutzungen an stark belasteten Holzstücken sollte in jedem Fall mit dem nötigen Feingefühl erfolgen. Denn selbst mit weniger starkem Druck, kann eine zu lange Verweildauer des Strahls auf dem Holz oder aber ein zu geringer Arbeitsabstand dazu führen, dass das Holz trotz schonender Methode Schaden nimmt. Es ist somit unverzichtbar, auch bei dieser Methode zunächst die individuell nötige Verweildauer des Strahls und den benötigten Arbeitsabstand an einer flächenmäßig überschaubaren Teststelle auszutesten. Richten Sie hierfür den Strahl für max. eine Minute auf die Stelle und überprüfen Sie im Anschluss das Ergebnis sowie den Zustand des Holzes. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist und das Holz keinen Schaden nimmt und setzen Sie dann die Arbeit fort.

Unser Tipp für das perfekte Arbeitsergebnis
Um das bestmögliche Arbeitsergebnis zu erhalten, raten wir Ihnen an, auf Besonderheiten der Holzbeschaffenheit zu achten. Farbunterschiede, sowie unterschiedlich starke Ausprägungen der Verschmutzung sind ein sehr guter Indikator für eine unterschiedliche Holzbeschaffenheit. Je heller das Holz wird, umso weniger Druck darf verwendet werden, um die Reinigung vorzunehmen. Je stärker die Verschmutzungsbedingte Verfärbung ist, umso mehr Druck sollten sie aufwenden, um diese zu entfernen!

Die Bearbeitung von Holzoberflächen mittels Niederdrucksandstrahltechnik

Ob im Außenbereich oder aber für die Bearbeitung von Dachstühlen, Holzdeckenverkleidungen und alte Möbel oder Zaunanlagen. Wer Holz mittels Sandstrahlen bearbeiten möchte, das unbehandelt ist oder nur eine oberflächliche Behandlung erfahren hat, kann dies am besten mittels der sogenannten Niederdrucksandstrahltechnik tun. Denn diese Form des Sandstrahlens verbindet die effiziente Wirkung des Hochdrucksandstrahlens mittels Kompressors und die materialschonende Bearbeitung des Holzes durch Techniken wie das Nass- oder Trockeneisstrahlens.

Um Holz mittels Niederdrucksandstrahlen zu reinigen benötigen Sie:

  • Ein Sandstrahlgerät mit Niederdruck-option
  • Wahlweises Strahlgut (scharf- oder weniger scharfkantig)
  • Eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske

Sobald sie die nötige Ausstattung für das Niederdrucksandstrahlen von Holz bereitgestellt haben, können sie mit der Arbeit bereits loslegen. Obgleich das Niederdruckstrahlen grundsätzlich keiner Arbeitsprobe erfordert, empfehlen wir Ihnen diese dennoch vorzunehmen, um die perfekte Balance aus Verweildauer, Arbeitsabstand und Druckleistung für das zu bearbeitende Holz zu ermitteln. Auch beim Niederdruckstrahlen sollten sie zudem grundsätzlich auf Verfärbungen im Holz achten, um so ggf. instabile Holzpartien frühzeitig zu erkennen und diese mit größerer Sorgfalt bearbeiten zu können.

Unser Tipp für Sie!
Die Niederdruckstrahltechnik eignet sich perfekt, um Holzer beinahe aller Art für eine weitere Bearbeitung vorzubereiten. Ob das Holz nun also neu Lasiert, Lackiert oder aber im Anschluss mit weiteren Maßnahmen bearbeitet werden soll, die Vorbereitung mittels Niederdruckstrahltechnik ermöglicht eine bestmögliche Grundlage für alle weiteren Bearbeitungsschritte!

Holzoptik mittels Sandstrahlen verbessern

Oftmals ist es gewünscht, die natürliche Holzoptik hervorzuheben und somit die Optik an sich zu verbessern. Dies kann bei Möbeln, Holzvertäfelungen aber auch bei Zäunen gewünscht sein und ist grundsätzlich mithilfe eines Sandstrahlgerätes überaus einfach. Sie benötigen zur Verbesserung der natürlichen Holzoptik:

  • Ein Sandstrahlgerät mit Kompressor
  • Ein feinkörniges abrasives Strahlmittel (zum Beispiel Granatsand)
  • Eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske

Sobald die Arbeitsgrundlage bereit, kann die Verbesserung der natürlichen Holzoptik auch schon beginnen. Denn sobald sie das Sandstrahlgerät aktivieren und den Sandstrahl auf das zu bearbeitende Holz richten, wird durch den aufgebrachten Strahl die Oberfläche des Holzes bearbeitet. Weiche Holzstellen werden hierbei mehr abgetragen, als die härteren Stellen des Holzes wodurch die natürliche Maserung (also Optik) des Holzes nach und nach optisch stärker hervortritt. Abhängig von der Art des Holzes, dessen Beschaffenheit und der Bearbeitungsdauer lässt sich so aus sehr glatten Holzoberflächen die natürliche Maserung des Holzes gezielt verbessern. Hierfür empfiehlt es sich im Übrigen, den Strahl immer in geraden Linien von einem Ende des Holzstückes zum nächsten gleiten zu lassen und somit eine gleichmäßige Verbesserung der Optik zu erzeugen.

Unser Tipp für Sie!
Achten sie während der Arbeit darauf, dass sie einzelne Stellen nicht zu lange bearbeiten und so das Holz zu stark abtragen. Die hohe Kunst der Verbesserung der Holzoptik liegt in einer natürlichen Unebenheit des Holzes. Ein zu großer Abtrag würde mit dem Auge frei sichtbare Löcher entstehen lassen und somit die Holzoptik nicht verbessern, sondern nachhaltig schädigen!

Unser Fazit zum Holzsandstrahlen – Effizient, praktisch und überaus vielseitig nutzbar!

Ob es nun die Vorbereitung für die neue Lasur oder Lackierung ist, die Beseitigung von umwelt- und wetterbedingten Verschmutzungen oder aber schlicht weg die gewünschte Verbesserung der Holzoptik. Für diese und weitere Arbeiten braucht es nicht immer einen Hobel oder Schleifmaschinen. Denn das Sandstrahlen bietet in Bezug auf das natürliche Material Holz viele Möglichkeiten der Bearbeitung und Verbesserung.

Doch natürlich bedarf es immer der passenden Methode und Arbeitsmittel, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Allem voran, wenn es darum geht, beschädigtes, altes oder aber grundsätzlich weiches Holz mittels Sandstrahlen zu bearbeiten, sollte man als darauf achten, dass die Arbeitstechnik an sich, nicht das Material schädigt. Doch solange man daran denkt und immer die passende Methode, mit dem passenden Streumittel nutzt, ist das Sandstrahlen von Holz in jedem Fall eine überaus praktische, efferente und vielseitig nutzbare Alterative zum Schleifen und Hobeln von Holzoberflächen.

Sandstrahlen von Holz – So vielseitig kann Holz mit dem Sandstrahlgerät bearbeitet werden!
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