Leichtseilzug Information

Vom Prinzip her handelt es sich bei einem Seilzug um eine ganz einfache Maschine die in ihrer Grundform bereits zum Bau der Pyramiden verwendet wurde. Sie wird demnach auch zum Heben von Lasten oder der Übertragung von Kräften genutzt. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Seiltransmission. Die Unterscheidungen im Detail sind aber sehr vielfältig und daher gilt es auch im Detail zu differenzieren.

Das Kernelemnt eines Seilzuges (und daher im engeren Sinne auch eines Leichtseilzuges) ist die Seilwinde. Es handelt sich dabei  prinzipiell um eine Vorrichtung, mit der man mit Hilfe eines Seiles Lasten ziehen kann. Wenn man den Seilzug aus der historischen Betrachtungsweise heraus sieht, dann wurden selbst bereits Pyramiden mit einem Seilzug gebaut. Damals allerdings mit reiner Mannes- bzw Muskelkraft. Heute funktioniert der Leichtseilzug natürlich nicht mehr mit Muskelkraft sondern wird mit Hilfe von Motoren betrieben. Integriert ist auch eine zylindrische Trommel. Das Seil wird dort auf einer Winde aufgewickelt.

Was die Bauweise der Windenseile betrifft so können diese aus den unterschiedlichsten Materialen gefertigt werden. Teilweise werden sie heute aus Naturfasern produziert. Dies kommt insbesondere auch beim Leichtseilzug zur Anwendung. Müssen aber schwere und sperrige Lasten gezogen werden, dann reichen Naturfasern naturgemäß nicht mehr aus und man nutzt für solch schwere Lasten in der Regel Stahlseile. Vielfach werden auch moderne Betriebsstoffe verwendet wie zum Beispiel seit jüngerer Zeit auch Plaste- bzw Kunstfaserteile. Diese Seile bestehen aus langkettigem, texturiertem Polyethylen. Mit neuen modernen Flaschenzugsystemen kann man auch noch die Zugkraft um ein Vielfaches erhöhen.

Man unterscheidet weiters noch nach der Art und Beschaffenheit der Winde. Hier wiederum unterscheidet man primär nach der Spillwinde bzw der Treibenscheibenwinde. Spezielle Sonderformen der Leichtseilzüge sind die sog. Kettenzüge.

Praktische Anwendungen der Leichtseilzüge

In der Praxis finden Leichtseilzüge vor allem bei der Bergung eines PKW mittels Seilwinde Anwendung. Auch ein Abschleppseil ist der klassische Anwenderfall eines Leichtseilzuges.

Der Einbau von Leichtseilzügen in KFZs

Grundsätzlich bringt man Leichtseilzüge entweder heckseitig oder vorne am Fahrzeug an. Wird der Leichtseilzug heckseitig angebracht, dann ist die Belastung des Fahrgestells günstiger. Der Grund liegt darin, dass vor allem der Rahmen auf Druck und nicht auf Zug wie bei Frontwinden belastet wird.

Auch erfolgt die Führung des Seiles bei Heckwinden entweder völlig frei oder durch Rohre und Umlenkrollen.

Wenn der Leichtseilzug an der Vorderseite befestigt wird, dann wird das Seil meist durch ein so genanntes Seilfenster mittels vier Rollen geführt.

Hier gibt es aber genaue Vorgaben. So zum Beispiel darf der Zugwinkel trotzdem nicht mehr als 15 Grad nach links oder rechts von der Fahrzeugachse abweichen. Der Grund für diese exakte Normierung ist darin zu sehen, weil eventuell Schäden am Fahrgestell auftreten könnten. Weiters wird dadurch auch die Zugkraft verringert was natürlich in keinster Weise beabsichtigt wird.

Vielfach gibt es auch Varianten des Leichtseilzuges, wo vielfach Winden automatisch über einen Schalter heruntergeschaltet werden können. Dadurch wird dann gezielt gesteuert, wie weit die Zugkraft  reduziert werden kann. Ein Problem kann unter anderem noch eine zu hohe Belastung der Winde sein. Um dieses Problem zu vermeiden bzw es in den Griff zu bekommen, wird insbesondere bei hydraulischen Antrieben  ein Überdruckventil oder bei mechanischen Winden ein spezieller Scherbolzen als Sollbruchstelle eingebaut.