Gerade im Sommer wünschen sich viele Menschen nichts mehr als eine erfrischende Abkühlung. Doch überfüllte Schwimmbäder und gut besuchte Badeseen sind nicht jedermanns Sache. Umso schöner ist es daher, wenn man einen eigenen Pool im Garten hat, den man mit niemandem teilen muss. Dass ein Swimmingpool allerdings auch eine große Investition darstellt, steht außer Frage – noch dazu kommt jede Menge Arbeit für die Wartung und Pflege. Zunächst stehen Gartenbesitzer jedoch vor der Frage, ob sie sich für einen aufstellbaren oder einen selbst gebauten eingebauten Pool entscheiden sollen. Grundsätzlich haben beide Variante Vor- und Nachteile.

Fest eingebauter oder transportabler Pool – welche Lösung ist die bessere?

Die unkomplizierteste Möglichkeit, ein eigenes Schwimmbecken im Garten zu erhalten, ist der Kauf eines aufstellbaren Pools. Diese gibt es inzwischen in großer Auswahl in Baumärkten und im Internet.

Ihr großer Vorteil ist es, dass sie lediglich aufgestellt und mit Wasser befüllt werden müssen, dass nur noch etwas von der Sonne erwärmt werden muss – und schon kann es losgehen! Anders sieht es bei fest eingemauerten, selbst gebauten Pools im Boden aus, die mit einem höheren baulichen Aufwand einhergehen. Zwar ist der Bau eines eigenen Pools mit viel Arbeit verbunden, aber in der Regel absolut lohnenswert. Schließlich hat man über viele Jahre hinweg Freude daran und kann das erfrischende Bad ganz privat genießen.

Statt selbst gebautem Pool: Welche Vorteile bringen aufstellbare Pools mit sich?

Der wohl größte Vorteil eines aufstellbaren Swimmingpools ist sicherlich, dass er viel Flexibilität mit sich bringt. Grundsätzlich kann er überall dort platziert werden, wo Platz ist – und genauso schnell ist er auch wieder demontiert. Benötigt man ihn in der kalten Jahreszeit nicht, baut man ihn ab und verstaut ihn im Gartenschuppen oder Keller.

Der selbst gebaute Pool – warum sich die Investition lohnt

Es steht außer Frage, dass ein selbst gebauter, gemauerter Pool in der Erde zur Wertsteigerung einer Immobilie beiträgt. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, ihn mit einer Umrahmung mit Überdachung zu versehen, so dass er wirklich das ganze Jahr über genutzt werden kann.

Für welche Variante man sich aber nun entscheiden sollte, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wer zur Miete wohnt und einen gemeinschaftlichen Garten nutzt, wird dort sicherlich keinen Pool errichten. Dazu kommt die Frage, ob man handwerklich begabt ist, wenn man das Becken selbst bauen möchte. Weiterhin müssen natürlich auch die Kosten berücksichtigt werden, die höher sind als bei einem aufstellbaren Pool.

Trotzdem ist die langfristige Rentabilität nicht außer Acht zu lassen: An einem selbst gebauten Pool im Garten hat man häufig zwanzig oder dreißig Jahre Freude, wenngleich dieser sicherlich auch Betriebs- und Instandhaltungskosten verursacht. Für jeden Hausbesitzer ist ein selbst gemauerter Pool somit eine Lösung, die sich über viele Jahre hinweg bezahlt machen wird. Das gilt sowohl für einen eventuellen Verkauf nach einigen Jahren als auch als Bestandteil der Erbmasse an die Kinder.

© Adobe Stock

Worauf sollte beim Eigenbau eines Pools geachtet werden?

Entscheidet man sich dazu, einen Pool im Garten selbst zu bauen, muss hierbei einiges beachtet werden. Je nachdem, wie groß das Becken werden soll, kann eine Baugenehmigung erforderlich sein – dies hängt immer von der Gemeinde ab. Der Grund dafür ist, dass Swimmingpools genau wie Wintergärten oder Gartenschuppen von der Gemeinde als überbaute Fläche angesehen werden. Am besten erkundigt man sich also direkt bei der zuständigen Behörde danach, ab welcher Größe eine Genehmigung nötig ist.

Sobald dann mit der Arbeit begonnen und Erde für den Pool ausgehoben wird, muss berücksichtigt werden, dass vom Mutterboden – dies sind ca. 40 cm der oberen Bodenschicht – aufgehoben wird. Dieser ist in Deutschland geschützt, da er wertvolle Mikroorganismen enthält. Es gibt in zahlreichen Gemeinden spezielle Deponien, auf denen Mutterboden abgeladen werden kann.

Neben dem Poolbecken selbst ist darüber hinaus der Bau eines Versorgungsschacht mit entsprechenden Zu- und Ablaufleitungen nötig. Obgleich der Beckeninhalt eines Pools für gewöhnlich durch Pumpe und Filter gereinigt wird, muss das Wasser in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Realisiert werden kann dies beispielsweise über einen Ablauf im Boden und entsprechende Rohre, welche diesen mit der Kanalisation verbinden.

Übrigens: Genutztes Wasser im Pool lässt sich auch zur Bewässerung des Gartens weiterverwenden, sofern dieses nicht stark mit Chlor versetzt worden ist. Viele Gartenbesitzer entscheiden sich aus diesem Grund zusätzlich zum Bau einer Zisterne zur Wasserspeicherung von Regen- und Poolwasser. Besteht dieses aus einem Zweikreissystem, lassen sich damit im Haus sogar die Waschmaschine und die Toiletten versorgen.

Somit zeigt sich: Die Errichtung eines selbst gebauten Pools kann nicht nur den Garten nachhaltig aufwerten und für viel Spaß im Sommer sorgen, sondern auch funktionell sein. Trotzdem muss ein Pool im Garten sorgfältig und von einem Fachmann geplant werden, sofern man nicht als Hobby-Heimwerker selbst über entsprechende Fachkenntnisse im Poolbau verfügt. Dies betrifft insbesondere die Abdichtung des Beckens, das Verlegen von Rohren sowie auch das Anbringen von Zubehör wie Filter oder Pumpe.

Was Sie dafür benötigen: