In Österreich heizen etwa 600.000 Haushalte mit Öl. Zum Wohle des Klimas müssen diese bis spätestens 2035 gegen alternative Heizsysteme ausgetauscht werden. Doch wer muss die Ölheizung bis wann wie tauschen? Schon seit Anfang 2020 dürfen keine Ölheizungen mehr in Neubauten installiert werden. Innerhalb der nächsten 14 Jahre müssen schließlich alle Ölkessel österreichweit gegen alternative Energiequellen ersetzt werden.

Ölkessel-Verbot bis 2035

Die Regierung hat einen Plan zum stufenweisen Ausstieg aus der fossilen Wärmeenergiegewinnung festgelegt:

  • 2020:Es dürfen keine Ölheizungen mehr in neuen Gebäuden verbaut werden.
  • 2021:Ölkessel sind beim Tausch von Heizungen nicht erlaubt.
  • 2025:Ölkessel, die älter als 25 Jahre alt sind, müssen ausgetauscht werden.
  • 2035:Ölheizungen gibt es in ganz Österreich nicht mehr.

Was gibt es beim Heizungstausch zu beachten?

Sie sind Besitzer einer Ölheizung und fragen sich nun, was es beim Austausch der alten Heizung zu beachten gibt und welche Alternativen sich finanziell und ökologisch anbieten? Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Tausch einer Ölheizung wirklich ankommt.

Für moderne Heizanlagen, die Energieträger verbrennen, ist die Brennwerttechnik als Standard zu betrachten. Dabei wird die Abgaswärme genutzt, um zusätzlich hohe Einsparungen hinsichtlich der Strom- und Energiekosten zu erzielen. Um den Rauchfang auch nach einem Heizungstausch effizient nutzen zu können, ist eine Sanierung dessen beim Einbau des neuen Heizsystems idealerweise dazu.

Auch ein hydraulischer Abgleich ist Teil einer professionellen Heizungssanierung. Dabei wird die Wärme im gesamten Haushalt verteilt und ein Mehrverbrauch an gewissen Punkten ausgeglichen. Eine mögliche Unterversorgung ebenso.

Auch die Kombination vom neuen Heizkessel und einer Photovoltaikanlage kann mehrere Vorteile mit sich bringen. Denn wenn Sie Ihre alte Öl- oder Gasheizung austauschen, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um die Optionen bei der Nutzung von Solarenergie zu testen. Viele Anbieter alternativer Heizanlagen, wie Pellets, bieten Komplettpakete für die Warmwassererzeugung oder mit Heizungsunterstützung im Zusammenspiel mit Sonnenenergie.

Welche Heizung ist die beste Alternative für Ihr Haus?

Sie planen, die Integration eines Heizsystems in Ihrem Neubau oder bei der Sanierung einer älteren Bestandsimmobilie? Hierbei wirken gleich mehrere Faktoren zusammen. Die beste Heizung gibt es deshalb nicht, ohne Details auszuwerten. Vom Pelletkessel über die Stückholzheizung bis zur Wärmepumpe und Brennstoffzelle – jede Heizung bietet individuelle Vorteile und Funktionen.

Die breite Auswahl an verschiedenen Systemen deckt unterschiedliche Leistungsklassen ab und eignet sich beispielsweise für Eigentumswohnung, Gewerbegebäude oder Mehrfamilienhäuser. Für den Wechsel Ihrer Heizung können Sie infolgedessen auf eine ökologisch wertvolle Alternative zurückgreifen, die zudem unabhängig von externen Lieferanten fossiler Brennstoffe funktioniert und langfristig günstig Heizenergie und warmes Wasser liefert.

Heizung austauschen und Kosten sparen: Preise & Fördermittel

Für unterschiedliche Heiztechniken müssen Sie beim Tausch des Ölkessels mit unterschiedlichen Investitionskosten und laufenden Preisen rechnen. Damit sich die Anschaffungskosten für ökologisch wertvolle und ressourcenschonende Lösungen möglichst schnell amortisieren, haben sowohl die Regierung als auch Bund, Länder und einige Gemeinden verschiedenste Förderungen ins Leben gerufen. So soll der Austausch vom Brennwert Öl oder Gas gegen ein alternatives System noch attraktiver gestaltet werden.

Denn der Umstieg auf Biomasse fordert in der Regel höhere Investitionskosten, die sich aber durch niedrige Kosten im Verbrauch schon nach kurzer Zeit ausgleichen. Besonders die Investition in das Heizen mit Pellets – den kleinen Holzstückchen, die bei Waldarbeiten übrig bleiben – rentiert sich durch den vergleichsweise günstigen Brennstoff Holz.

Kesseltausch: eine Pelletheizung ist günstig im Betrieb

Eine Pelletheizung funktioniert in der Regel nach dem Prinzip einer klassischen Gasheizung: der Brennstoff Holz gibt unter Feuer Wärme ab, welche anschließend in den Heizkreislauf des Gebäudes fließt und auch zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Für das Lagern der kleinen Pellets als Brennstoff ist ein Lager erforderlich, das entweder aus dem alten, schon bestehenden Öltank gewonnen werden kann oder als Gewebetank neu in das Heizungssystem integriert wird.

Bei der Anschaffung einer Pelletheizung erhalten Sie zusätzlich attraktive Fördergelder, zum Beispiel über den Bonus „Raus aus Öl und Gas“. Außerdem heizen Sie mit einem Pelletkessel CO2-neutral. Eine Umrüstung von Öl auf Pellets spart also langfristig nicht nur Energiekosten, sondern erleichtert auch das Gewissen.

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