Am Land und in Städten auf der ganzen Welt begegnen sie uns an zahlreichen Häusern: Markisen. Doch welchen Zweck haben diese, oft unscheinbaren, Bauteile und inwiefern unterscheiden sich die einzelnen Markisen voneinander? Diese und weitere Fragen beantwortet der folgende Artikel sehr ausführlich.

Die Aufgaben einer Markise:

Die Hauptaufgabe von Markisen besteht im Schutz vor der Sonne, vor allem als Blendschutz und Schattenspender sind diese, oft ausfahrbaren, Vordächer gedacht. Selbstverständlich erfüllen Markisen noch eine weitere Schutzfunktion. Ein solches Überdach dient nämlich auch als Unterstand bei regnerischem

Wetter. Ein, nicht außer Acht zu lassendem Nebeneffekt, sind zweifelsohne die Werbeflächen, welche diese Schutzsegel bieten. Markisen werden also folgendermaßen genutzt:

  • als Blendschutz
  • als Regenschutz
  • als Werbefläche

Die Markisentechnik ist so einfach wie genial!

Es gibt unterschiedliche Funktionsweisen von Markisen. Die gängigsten Arten sind die Rollmarkise, die Faltmarkise und die Festmarkise. Das Prinzip ist jedoch bei allen Markisen gleich: Auf einem Gestell ist eine Plane, das sogenannte Markisentuch, gespannt. Dieses Gestell ist, im Gegenteil zu seinen hölzernen Vorgängern, in der heutigen Zeit meist aus Aluminium.

Der Werkstoff Aluminium bietet einige Vorteile, so lässt sich das Metall beispielsweise sehr leicht veredeln und hat zudem ein sehr geringes Gewicht. Als Markisentuch dienen Planen aus Stoffen, wie zum Beispiel PVC, Polyester und Acryl. Diese Kunststoffe haben die benötigte Fähigkeit der Witterung im Freien standhalten zu können und lassen sich leicht reinigen. Darüber hinaus werden die Markisentücher in der Regel auch imprägniert, was einen zusätzlichen Schutz gegen Witterungsschäden bietet.

Markisen als Werbeträger!

Überall auf der Welt finden sich Markisen. Warum auch nicht? Neben dem eigentlichen Nutzen, also dem Schutz vor Sonneneinstrahlung und Regen, bietet eine Markise eine optimale Werbefläche. Da verwundert es nicht, dass vor allem Geschäftsleute und Gastronomen ihre Fassaden mit Markisen versehen. Viele Markisen ziert ein Schriftzug auf deren Vorderseite. Je nach Art der Markise befindet sich die Werbung entweder direkt auf dem Schutzdach oder an einer sogenannten Markisenschürze (Volant). Da solche Schutzsegel in den Städten keine Seltenheit sind, prägen sie das Stadtbild maßgeblich mit. Markisen gibt es in unterschiedlichen Formen und Farben, deshalb sind sie oft ein Hingucker für Passanten. Als besonders elegant gelten zum Beispiel Korbmarkisen, mit ihrer typischen abgerundeten Form. Doch nicht nur in den Innenstädten ist dieses Schutzdach auf dem Vormarsch. Andere Orte, an denen häufig Markisen zu finden sind, sind unter anderem private Terrassen und Wohnmobile.

Montagemöglichkeiten von Markisen:

Die meisten Markisen müssen mit Spezialdübeln fest in der Hauswand verankert werden, da es sich bei der Montage um eine Schwerlastbefestigung handelt. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Klemmmarkisen, die ohne Bohrungen auskommen. Bei diesen Systemen wird der Sonnenschutz zwischen zwei speziellen Standrohren geklemmt. Da beim Anbringen einer Markise viele Faktoren eine Rolle spielen, beispielsweise das Gesamtgewicht und das Mauerwerk, sollte die Montage ausschließlich von versierten Handwerkern oder spezialisierten Fachleuten durchgeführt werden.

Eine Markise will gepflegt aussehen!

Eine Markise sticht sofort ins Auge. Vor allem Gastronomen und Geschäftsleute sollten daher immer auf einen sauberen Sonnenschutz achten. Doch wie ist das machbar? An erster Stelle steht in diesem Zusammenhang die richtige Reinigung. Das Markisentuch besteht, wie bereits erwähnt, oft aus Kunststofffasern. Diese sind sehr leicht abwaschbar. Die Schwierigkeit besteht darin, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig das Material zu schonen. Am besten funktioniert das mit einer milden Seifenlauge und einer Teleskop-Bürste. Auf diese Weise lassen sich mühelos kleinere Verschmutzungen, wie zum Beispiel der Kot von Vögeln, entfernen.

Wortherkunft:

Das Wort Markise stammt ursprünglich aus dem Französischen. Als Wortstamm gilt das französische Wort Marquis, was für einen Markgrafen steht. Eine Marquise beschreibt dessen Frau, also die Markgräfin. Warum genau die Sonnendächer in Verbindung mit diesem Adelstitel gebracht werden, ist aus heutiger Sicht nicht mehr nachzuvollziehen. Eine Vermutung geht jedoch auf die Offizierszelte der französischen Armee zurück.

Das Fazit lautet:

Eine Markise dient hauptsächlich dem Zweck vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen zu schützen. Das Wort selbst stammt aus dem Französischen. Eine Vermutung warum die Schutzsegel so heißen, bezieht sich auf die Offizierszelte der Armee. Die gängigsten ihrer Art sind die Falt-, die Roll- und die Festmarkisen. Ein modernes Stadtbild ist ohne Markisen nicht denkbar, oft werden sie von Restaurants und Geschäften an den Außenfassaden montiert. Für die Montage ist allerdings Fachwissen nötig, da es sich um eine Schwerlastanbringung handelt. Die Reinigung des Markisentuchs ist mit einfachen Mitteln möglich.

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