In der Landwirtschaft hat es zahlreiche Revolutionen gegeben, durch die sich die Erträge entscheidend verbessern ließen. Dieser Prozess fing mit der Dreifelderwirtschaft an, setzte sich fort mit der Mechanisierung sowie der Nutzung chemischer Mittel und erfuhr durch die Fortschritte in der Genetik einen vorläufigen Höhepunkt. Auch die Zentralisierung der Landwirtschaft gehört in die Kette jener strukturstärkenden Revolutionen. Smart Farming ist ein weiterer Eckpfeiler in dieser Entwicklung. Er verleiht der Landwirtschaft derzeit einen neuen Schub und lässt sich mit einer Smart Home App steuern.

Auch kleine Bauernhöfe haben Chancen

Der Begriff Smart Farming beschreibt die Integration der Smart Home Systeme in den Bauernhof. Bereits heute bietet der Markt hervorragende smarte Produkte, die ausgezeichnet auf die Bedürfnisse von Agrarökonomen ausgerichtet sind. Nach Umfragen nutzen bereits 82 % aller Bauern Komponenten für eine intelligente Hausautomation für ihren Agrarbetrieb. Eine vollständige Automatisierung ist allerdings immer noch selten und den großen Agrarunternehmen vorbehalten, die bessere Möglichkeiten haben, die massiven Investitionskosten zu stemmen.

Trotzdem brauchen sich auch kleinere Agrarbetriebe von dieser Entwicklung nicht auszuschließen. Wenn sich mehrere kleinere Höfe zusammentun, um sich gemeinsam eine intelligente Agrartechnologie anzuschaffen und diese zu nutzen, profitieren auch sie stark von diesem Trend. Mehr Informationen zum Smart Home und seinen Nutzungsmöglichkeiten erhalten Sie auf folgender Webseite: https://www.homeandsmart.de/

Sensoren für Ackerbau und Viehwirtschaft

Bewährt hat sich der flächendeckende Einsatz von Sensoren auf dem Ackerboden. Die Sensoren messen den Nährstoffgehalt des Ackers, die Bodenfeuchte und Bodentemperatur. Sie geben dem Bauern Hinweise, wie es um den Zustand der Pflanzen bestellt ist. Der Agrarökonom kann nun entscheiden, ob und welche Anpassungen er vornehmen möchte. Teilweise werden diese von den Systemen wie der smarten Bewässerung bereits selbstständig vorgenommen. Eine gute Quelle für solche Bodendaten sind GPS-Sensoren, mit deren Hilfe sich beispielsweise Düngungsprofile erstellen lassen. Der Düngebedarf wird ermittelt und große Anteile von Düngemitteln werden eingespart.

Für Bereiche, die der Tierhaltung statt der Bodenbewirtschaftung vorbehalten sind, bieten sich ebenfalls smarte Systeme wie automatisierte Fütterungen und Melkprozesse an. Intelligente Systeme stellen Vitaldaten der Tiere zur Verfügung und melden Auffälligkeit einzelner Tiere dem Besitzer, zum Beispiel, wenn eine Kuh zu wenig frisst, zu wenig Milch gibt oder krank geworden ist. Gern gesehen sind auch Entmistungsroboter, weil sie genau die Arbeit ausführen, die in der Regel am unangenehmsten ist.

Wofür Drohnen in Bauernhöfen gut sind

Teilweise sieht man sie schon über größere Agrarsiedlungen umherfliegen, die Drohnen. Landwirtschaftliche Drohnen sind gut dafür geeignet den Boden zu kartographieren und eine Bodenanalyse vorzulegen, anhand derer der Bauer erkennen kann, welches Saatgut an welchen Stellen am besten wächst. Die Erträge lassen sich auf diese Weise dramatisch steigern. Für diesen Effekt gibt es bereits einen Namen, der unter dem Begriff Spot Farming firmiert.

Auch spezialisiertere Arbeiten lassen sich mit Drohnen erledigen. So gibt es aktuell Drohnen, die in Kapseln eingehüllte Schlupfwespeneier über Areale von Ackerböden abwerfen, die vom Zünsler befallen sind. Schlüpfen die Wespen, machen sie diesem schädlichen Insekt schnell den Garaus. Andere Drohnen, die in China systematisch genutzt werden, bringen geschädigte Pflanzen wieder auf Vordermann. Zu diesem Zweck überfliegen sie regelmäßig den Agrarbetrieb. Erkennen sie geschädigte Pflanzen, werfen sie Pflanzenschutzmittel über den Krisenherd ab, damit sich die Pflanzen wieder regenerieren können.

Feldroboter ersetzen Traktoren

Ein weiterer Trend ist die Ersetzung großer mechanischer Landwirtschaftsfahrzeuge wie Traktoren durch smarte Feldroboter, die dieselbe Arbeit wesentlich differenzierter, mit mehr Leistung sowie energieeffizienter erledigen können. Feldroboter leisten gute Dienste bei der Aussaat zum Beispiel von Mais. Der US-Roboter Prospero kann bereits die Maiskörner gezielt dort ablegen, wo seine Sensoren die besten Wachstumsbedingungen anzeigen. Feldroboter bewegen sich frei im Feld und erledigen bedarfsgerecht ihre Aufgaben. Erkennen sie zum Beispiel Unkraut, sind sie dazu fähig, das Wildkraut auszuzupfen oder in der Erde zu versenken. Andere Modelle bringen die Ernte ein, wenn diese reif ist.