Viele Landwirte bevorzugen es, ihre Agrarmaschinen aus zweiter Hand zu kaufen, da es zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Gebrauchte Agrarmaschinen sind beispielsweise viel günstiger als Neue – bei gleicher Leistung! Für Landwirte, deren Arbeit und Einkommen davon abhängt, ist es auf Grund dessen essenziell, funktionstüchtige Maschinen zu besitzen, auf die man sich verlassen kann. Sie sind das A und O der landwirtschaftlichen Arbeit, denn besonders bei großen Flächen ist die manuelle Bearbeitung derselben nahezu unmöglich. Umso besser, wenn die Arbeitsgeräte irgendwo günstig ersteigert werden können. Aus diesem Grund gibt es einige online Plattformen, wo Landwirte Gebrauchtmaschinen kaufen und verkaufen können. Aus einer Umfrage geht hervor, dass die drei Hauptgründe für den Kauf neuer Gerätschaften der Ersatz alter Maschinen, mehr Komfort bei der Arbeit und der Wunsch nach mehr Effizienz sind. Wie bei allen gebrauchten Geräten ist es jedoch erstrebenswert, dass sowohl die Quelle des Verkaufs als auch der Gegenstand selbst, vertrauenswürdig ist und einwandfrei funktioniert. Deshalb sollte man einige Dinge vor einem Kauf oder Verkauf von gebrauchten Agrarmaschinen beachten.

Gütesiegel

Für Landwirte besteht die Möglichkeit, gebrauchte Geräte zu kaufen, die mit einem Gütesiegel ausgestattet sind. So kann man davon ausgehen, dass die Maschine auch einwandfrei funktioniert. Das Gütesiegel bestätigt nämlich, dass die Maschine geprüft wurde. Als Beispiel sei hier die Qualitätsprüfung von dem Unternehmen Steyr genannt, die geschulte Servicetechniker bereitstellt, um gebrauchte Traktoren zu checken. Dabei müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden, z. B. darf ein Traktor nicht älter als fünf Jahre sein. Außerdem werden viele weitere Komponente ausgetauscht, wie unter anderem das Motoröl. Mit einem solchen oder ähnlichen Gütesiegel kann der Kunde sicher sein, eine qualitativ hochwertige und verlässliche Gebrauchtmaschine zu kaufen. Viele dieser Qualitätsprüfungen gehen darüber hinaus mit einer Versicherung von zwei Jahren einher. Falls in diesem Zeitraum nach dem Kauf demnach ein Schaden an der Maschine auftritt, wird dieser von der Versicherung getragen und man muss nicht selbst dafür aufkommen.

Preis

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Gebrauchtmaschinen ist der Preis, der sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf eine entscheidende Rolle spielt. Wenn man seine Agrarmaschine veräußern möchte, sollte man einen realistischen Preis dafür verlangen und diesen auch von Anfang an angeben. Käufer sehen sich Anzeigen mit Preisangaben am ehesten an. Ob der Kauf zustande kommt oder nicht, hängt in erster Linie davon ab. Außerdem ist es wichtig, auf jeder Plattform den gleichen Preis anzugeben, falls die Anzeige auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlicht wird. Auch als Käufer sollte man eine realistische Preisvorstellung haben und gegebenenfalls etwas mehr für eine funktionstüchtige Maschine ausgeben, anstatt eine billige zu kaufen, die dann aber Mängel aufweist. Dies kann weitere Kosten für Reparaturen, Wartungen und Auswechslungen zur Folge haben, die mit einem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden sind und meist viel Mühe und Geduld kosten.

Plattformen

Um gebrauchte Agrarmaschinen schnell und unkompliziert zu kaufen oder verkaufen, ist es hilfreich, die richtigen online Plattformen zu nutzen. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Anbieter dafür. Viele davon sind spezialisiert auf bestimmte Branchen oder unterscheiden sich in der Art ihres Vertriebs. Man kann Gebrauchtmaschinen über Online-Auktionen ersteigern oder per Sofortkauf ergattern. Eine besondere Alternative stellen Suchmaschinen für Gebrauchtmaschinen dar. Zu verkaufende Maschinen werden von der Website der Verkäufer dort automatisch hochgeladen und aktualisiert, sodass Interessenten mit nur wenigen Klicks zu ihrer gewünschten Maschine gelangen und aus Angeboten aus aller Welt schöpfen können. So werden Kauf und Verkauf für jeden Landwirt um ein Vielfaches erleichtert.

Anzeige

Sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf von gebrauchten Maschinen sollte man die Anzeige gründlich unter die Lupe nehmen. Die Fotos, die der Anzeige beiliegen, sollten qualitativ hochwertig sein und alle Aspekte eines Gerätes enthalten. Potenziellen Käufern sollten also die wesentlichen Hintergrundinformationen bereitgestellt werden. Gut gemachte Fotos sind vor allem deswegen von großer Bedeutung, weil sie einen authentischen Eindruck vom Zustand der Maschine vermitteln, was den Kauf einer Maschine erheblich fördert. Dennoch darf eine ausführliche Beschreibung der Gebrauchtmaschine in der Anzeige nicht fehlen. Dort sollten alle technischen Details aufgelistet und mit offenen Karten gespielt werden, d.h. dass auch mögliche Mängel genannt werden müssen. Je besser das Foto und genauer der Text der Anzeige, desto weniger offene Fragen hat ein Käufer dazu. Das erleichtert und beschleunigt den Verkaufsprozess für beide Seiten. Eine noch höhere Aussagekraft als Fotos haben Videos, die in den Anzeigen auch oft hochgeladen und angeschaut werden können. So kann man sehen, wie eine Maschine tatsächlich in Betrieb ist. Dies wird von vielen Interessenten sehr geschätzt und zahlt sich für den Verkäufer definitiv aus.